Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
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4 Calcium.

wandelt sieh hierbei immer in Kalk. Man erhält den reinenKalk, als gebrannten Kalk, durch Glühendes naliirlichcn Koh-lensäuren Kalkes. Der reine Kalk isL weifs, erdig, wirktschwach alkalisch und schmilzt, nur in der durch das Knall-gasgebläse oder Elektrieilät hervorgebrachlen Hitze. Er ver-bindet sich mit Wasser unter lebhafter Wärmeentw ickelung, diebis zum Entzünden von Schielspulvcr und Holz steigen kann,zu Kalkhydrat , einem weil'scn Pulver, welches in schwa-cher Glühhitze sein Wasser verlierl und sich in ungefähr G00kaltem und 1200 kochendem Wasser zu Kalkwasser auflüst.Die aus der Verbindung des Kalkes mit Säuren entspringendenKalksalze sind den Barjt- und SlronLiansalzen 'ähnlich,doch specifisch leichter. Die auflöslichen werden auch beigrofserVerdiinnung (wenn keine überschüssige Säure vorhandenist) durch Kleesäurc und durch kleesaures Kali, ferner, jedochnur im eoncentrirten Zustande, durch Schwefelsäure, nicht durchAmmoniak gefällt. Die wichtigsten sind: KohlensaurerKalk in der Natur sehr häufig als Kalkspalh, Marmor,- Kalk-stein, Kreide, u. s. w. nicht in reinem, aber ein wenig in Koh-lensäure haltendem Wasserlöslich. Phosphoi'saurer Kalk;seltener im Mineralreiche als Apatit, häufiger in den Pflanzen'und Thieren und daher in den meisten Pflanzeuaschen in geringer, in den meisten Thieraschen (besonders in den verbranntenKnochen) in greiserer Menge vorkommend, nicht im Wasserlöslich. Schwefelsaurer Kalk im trockenen wasserhaltigenZustande als Anhydrit und Gyps bekannt, in 460 Theilen Was-ser löslich. Salzsaurer mul salpetersaurer Kalk, zweiin Säulen krystallisirende, äufserst zerflieisliche Salze. DieVerbindungen des Kalkes mit Arseniksäure, Sc,lieelsäurc und Kie-selerde kommen im Mineralreiche vor, die mit Kleesäurc, 'Wein-säure und vielen andern PUanzcnsäuren im Pflanzen- und zumThcil auch im Thicjreichc. MiL Chlor und Wasser bildet derKalk theils ein feuchtes Pulver, Bleichpulver, tlieils bei mehrWasser und Chlor eine Flüssigkeit, Blciehlliissigkeit, welche bei-de zuin Bleichen häufig augewendet werden.

Das Calciumhyperoxyd ist noch wenig bekannt. DasFluorcalcium , der Flujsspath der Mineralogen, findet sichin kleiner Menge auch in lhieriscb.cn Substanzen, besonders inden Zähnen und Knochen. Das Clllorcalcium ist eine weilse