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zur absoluten Austrocknuug zu verwenden) biete keine hinlängliche Garantie einer beständigenGenauigkeit dar, und scheine ihnen dem Mißbrauche zu weiten Spielraum zu gestatten. DerPräsident crwiederte im Namen der Kommission, daß die Angestellten, die von dem Direktorgewählt würden, als sachkundige und ehrenhafte Männer zu betrachten wären, in deren Charakterman kein Mißtrauen setzen dürfe; der Direktor selbst werde von der Handelskammer ernannt undseine moralische und materielle Verantwortlichkeit lege ihm die Pflicht auf, die Angestellten inihren Verrichtungen genau zu überwachen; die Handelskammer ernenne monatlich zwei Spezial-Konimissäre, den einen aus der Klasse der Seidenhändler, den andern aus der Klasse der Seiden-fabrikantcn, welche die Condition täglich zu beaufsichtigen berufen seien; endlich stehe es sowohldem Verkäufer, als auch dem Ankäufer frei, bei der Auswahl der Probestränge gegenwärtig zusein. Diesen Aufklärungen wurden keine weiteren Einreden entgegengestellt.
Welche Genauigkeit durch das neue Verfahren bei sorgfältiger Behandlung zu erreichen sei,konnte und mußte durch Versuche nachgewiesen werden. Die folgenden Versuche wurden im Laufedes Monats in Gegenwart der vor und nach ankommenden Deputirten angestellt. Der wissen-schaftliche Sachkenner wird der weit größern Reihe von Versuchen, welche im Jahre 1839 an-gestellt worden sind, allerdings eine größere Beweiskraft beilegen, und derselbe möchte sich durchsie vollkommen befriedigt erklären ^). Einige der Deputirten gaben ähnliche Aeußcrungen zuProtokoll: die meisten forderten den augenscheinlichen Beweis, erklärten sich aber alle durch den-selben vollständig befriedigt.
Versuch 1. Ein Ballen französische Organsine wog netto — 111,860 Kilogramme.
Die Probcbündel, jedes von 10 Strängen, wogen
vor der Austrockuung nach der Austrocknung Verlust
No. 1. 526,650 Gramme. 466,730 Gramme. 12,84
» 2. 525,670 » 466,590 « 12,67 «
» 3. 525,770 » ... ...
Da die beiden Austrocknungen bis auf Z g stimmen, so wurde das dritte Bündel nicht getrocknet.Das Conditionsgcwicht des Ballens berechnet sich auf 112,058 Kilogramme; die Seide hatte also12,75 Z Feuchtigkeit, und durch das Conditioniren 2,75 Z Gewicht verloren.
Versuch 2. Der Ballen wurde, nach Wegnahme von 30 Probesträngcn, bei einem Gewichtevon netto 113,33 Kilogramme^') öffentlichen Condition übergeben, welche das Conditions-gewicht zu 111,22 Kilogramme bestimmte.
") Doch ist nicht zu übersehen, daß die neuen Versuche vorzugsweise die Frage zur Entscheidung zu bringenbeabsichtigen, ob eine sorgfältige Auswahl von 30 Strängen genüge, um nach ihnen den FeuchtigkcitSzustaud deS ganzenBallens mit Sicherheit zu bcurthcilcn, und dieser Punkt war bei den früheren Untersuchungen allerdings unerledigtgeblieben.
") Um die Verluste unmittelbar mit den später ermittelten vergleichen zu können, habe ich sie im Prozentsatzevom Gewichte nach der Austrocknung berechnet; in den Original-Protokollen bezieht sich der Prozentvcrlnst auf dasGewicht der Seide vor der Austrocknung.
Dieses Gewicht netto gab die öffentliche Condition an; die Kommission hatte das Gewicht auf 113,282 Ki-logramme bestimmt.