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20.
Es gibt liebende, zarte, heftige Personen, diedurch die natürlichen und ungehenchelten Acußerun-gen ihrer Gesinnungen alle Herzen anziehen, dieaber bei schwierigen Gelegenheiten, wo es gilt, insich hineinzugehen, und sich seinen Freunden wahr-haft hinzugeben, keine Zuflucht gewähren. Esscheint, als hätten sie ihr Inneres erschöpft, indemsie sich unaufhörlich nach außen zeigten.
21.
Die Schmeichelei ist zugleich beunruhigend unddemüthigend: beunruhigend, weil sie eine geheimeAbsicht zu betrügen verräth; demüthigend, weilsie den Beweis gibt, daß derjenige, der durchdieses Mittel unser Zutrauen zu gewinnen sucht,uns fähig glaubt, uns durch lächerliches Lob ver-führen zu lassen.
22.
So groß auch das Verdienst, ja selbst die Tu-gend sein mag, die ein Mann oder eine Fraubesitzt, sie verschwinden plötzlich in den Augen desrechtschaffenen Mannes, sobald er sich sagen kann :der Mann oder die Frau ist falsch.