machen? Hat sie Alles überstanden, hat sie Be-friedigung gefunden, welche Verwirrungen bringtdann nicht die Sättigung, die so oft ihre Folgeist, in die Seele? dieser Schleier, bei dessen Fallenwir tausend Gegensätze der Neigungen, der Ge-danken, der Ansichten erblicken, welche nnsrebezauberten Augen nicht wahrnehmen konnten ; wassage ich? welche nicht vorhanden waren, da dasBedürfnis, sich gegenseitig zu gefallen, gewisserMaasen Alles, was nicht ein Motiv des Einklangesund der Glückseligkeit war, im Hintergründe ließ.Kurz, glücklich oder unglücklich, erwacht man nachdiesem langen Traume, und findet sein Lovs be-stimmt, seine Freiheit verloren, seine Zeit, seinLeben vergeudet, welcher Rene, welchem Kummerfällt man nicht anHeim? Und doch sind dies diegeringsten Leiden im Gefolge der Ausschweifungund der Verirrnngen der Liebe, und ich könntehier von den übrigen ein so betrübendes Gemäldeentwerfen, daß die süßeste der Empfindungen da-durch ein ewiger Gegenstand der Furcht und desSchreckens werden konnte.
Was soll man hieraus schließen? Daß die Liebeeine der Bedingungen unseres Daseins ist; daß dieNatur sie in uns gepflanzt hat, um unsere Erhaltung