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Gedanken der Frau Fürstin Constantia von Salm : aus dem Franz.
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und besonders sie ihren Pflichten entziehen kann.Nichts ist irriger und lächerlicher als diese Mei-nung. Die Frau, welche durch Bildung pedantischwird, wurde Mittel gefunden haben, es zu werden,auch wenn sie unwissend geblieben wäre. DiePedauterei ist ein Fehler an und für sich, eineModifikation des Charakters, weniger lästig übri-gens als irgend eine andre, und zu welcher dieWissenschaft um so weniger führen kann, da dasErste, was sie uns zeigt, die Unermesslichkeitdessen ist, was wir zu lernen haben, und die Be-schränktheit unserer Mittel. Die Furcht, daß Liebezur Wissenschast die Frauen ihren häuslichen Pflichtenentziehen könnte, ist nicht weniger ungegründet;die Liebe zur Welt und zu den Vergnügungenentzieht sie denselben, und nicht die Gewohnheiteines eingezogenen und beschäftigten Lebens. Fürdie Frauen, wie für die Männer kann das, wasden Geist aufklärt, nichts schaden, und kann allsei-tige Anwendung finden. Wer am meisten weissist nothwendiger Weise der, welcher sich am wenig-sten schlecht aufführt, und es liegt am Tage, daßdie Fehler, die Verkehrtheiten, die man ihnenzum Vorwurf macht, daher rühren, daß sie nichtgenug wissen, und nicht daher, daß sie zu viel wissen.

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