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Gedanken der Frau Fürstin Constantia von Salm : aus dem Franz.
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des einen Geschlechts über das andre nur eitelund eingebildet ist, und daß dieser Trieb nachHerrschaft, welcher den Männern anzukleben scheint,ihnen nicht verliehen worden ist, damit wir vonihnen beherrscht würden, sondern im Gegentheil,damit sie nscht durch die Macht des Zaubers undder Verführung, die unser Erbtheil ist, unterjochtwürden.

Die Natur macht iu der That nichts ohne Zweck.Wenn sie uns zu der Abhängigkeit bestimmt hätte,in welcher so viele Männer uns gefesselt haltenmöchten, so würden wir, so könnten wir nicht ein-mal den Einfall haben, uns derselben zu entziehen,und es ist deutlich, daß sie durch diese scheinbarenGegensätze nur das Gleichgewicht hat erhaltenwollen, welches zwischen uns bestehen soll, daStolz, Vorurtheil, Ansehen der Gesetze, selbst dieUngerechtigkeiten der Gewalt, dasselbe nie wirklichhaben aufheben können.

16t.

So große Fortschritte auch die Aufklärung indiesem Jahrhundert gemacht hat, so sind dochmanche Männer noch der Meinung, daß wissen-schaftliche Bildung die Frauen zur Pedanterci sichren,