Gegentheil bequemt immer, ohne es zu ahnen,seine Ergebenheit nach seinem Vortheil und seinenNeigungen; dies ist es, was zwischen ihnen diesebeständige Verrechnung in Gesinnungen und Hand-lungsweise verursacht.
47.
Welche auch unsere Gaben, unsere Verdienste,ja unsre Tugenden sein mögen, nur in einerSache lassen uns die Männer gänzlich Gerechtig-keit widerfahren: dies ist die mütterliche Zärt-lichkeit; weil sie ihnen unentbehrlich ist, und sienichts an sich hat, was ihnen Besorgniß erregenkönnte. Auch beeifern sie sich, uns diese ArtLob reichlich zu spenden, indem sie vielleichtdadurch das Recht zu erlangen glauben, sich jedesandern überheben zu dürfen, und die Schuld derErkenntlichkeit und Gerechtigkeit in hinreichendemMaasie abzutragen meinen.
48.
Wenn eine zartfühlende Frau von hvchsinnigerDenknngsart für einen Mann eine wahre Anhäng-lichkeit, sei es der Liebe oder der Freundschaft,hegt, so fühlt sie in sich, in allen Beziehungenmit ihm, so zärtlich er auch sein mag, eine Ucber-