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ßen, aber auch um so vorlauter, ungegründeter undungerechter, als die evangelische Krone Preußenin allen Rücksichten, was Aussicht und Einwirkungauf die katholischen Kirchenangelegenheitcn, das lan-desherrliche k>Iao<zt u. dergl. betrifft, um keinen Zoll-breit weiter gegangen ist, als die katholische Re-gierung Oesterreichs und Baierns. Ja — die er-sterc übt über die katholische Kirche des Landes eineOberaufsicht aus, die, wie bereits dargethan ist, ei-ner Bormundschaft im strengsten Sinne desWortes gleichkommt. Und die Geistlichkeit Oester-reichs, die niedere wie die höhere, hat sich dieser Be-vormundung durch die Staatsgewalt seit einer lan-gen Reihe von Jahren bis auf diesen Tag gefügt,und keine Opposition hat sich kund gethan.
Trotz dem, daß die katholische Bevölkerung Preu-ßens dieselben Freiheiten genießt wie in anderenStaaten Deutschlands, und die Rechte der katholi-schen Kirche dort ebenso respectirt werden, ja selbstminder beschrankt sind, als in dem katholischenOesterreich, ist dennoch die Unzufriedenheit in undgegen Preußen in größerem Maaße gerichtet, als ge-gen irgend einen anderen deutschen Bundesstaat.Der Hauptgrund liegt darin, daß Preußen als dieerste der protestantischen Machte Deutsch-lands dasteht, und die hierarchischen Elemente aufden Hof, das Cabinet und die Ministerien Preu-ßens minder einwirken können. Deshalb werden