Druckschrift 
2 (1793)
Entstehung
Seite
402
Einzelbild herunterladen
 

4S2

»

ordentliche Scharfe erfordert wird, bey dereinmahligcn Messung bewenden, und nimmt an/daß man einem so großen Fehler ausgesetzt sey,als man von der Natur des gebrauchten Werk-zeugs 202) zu befürchten hat / und suchtnun die Folgen desselben/ d. h. dessen Einflußauf die unbekannten Großen/ zu berechnen.

§. 204. Setzt man nun muthmaßlich einfür allemahl einen gewissen Fehler fest / sowird es gar sehr auf die Lage der bekanntenGrößen gegen die unbekannten ankommen / obdie in den gemessenen Linien und Winkeln be-gangene Fehler/ aus die Bestimmung der un-bekannten Stücke einen beträchtlichen Einflußhaben / oder nicht. Ilm hievon nur in einerZeichnung einen ohngefähren Begriff zu geben/und den Grund zu folgenden Untersuchungenzu legen/ so will ich annehmen/ L I^XlVsey ein Object auf dem Felde / dessen Weitevon ^ man aus der gemessenen Standlinieund und den beyden Winkeln LLH, be-stimmen wolte.

Gesetzt nun / der Winkel LLH, und dieStandlinie scyen richtig gemessen worden/den Winkel habe man aber um den klei-nen Winkel falsch gemessen / dergestalt/daß also den wahren Winkel/ denfalsch gemessenen vorstellet / so erhellet / daßman aus dem Winkel L, der Standlinie

und