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Ich habe bloß mit einem Federmesser,das aber nicht, wie gewöhnlich, sich in eineSpitze endigt, sondern durchaus gleich breit,von feinem Stahle und sehr scharf geschlissenist, in Ermangelung anderer Vorrichtungen,die feinsten und reinsten Linien auf folgendeArt aufs Glas gezogen. Nachdem ich ein Li-ma! gehörig aufs Glas gelegt hatte, so bestrichich die Stelle des Glases, wo eine Linie langstdes Linials eingerissen werden soltc, mit etwasangefeuchteten Kapuk mortuum, oder auch mitderjenigen feinen Masse, welche sich von einemzarten Schleifsteine abschleifet, wenn man einFedermesser darauf abziehet; legre hierauf andas Linial genau die breite Seite des Feder-messers , und fuhr, bcy einem gelindem Druck,Mit d -r scharfen Ecke des Federmessers, längstdes Linials, immer langsam über das Glashin und her, so aber, daß die breite Seitedes Messers immer genau an dem Liniale lie-gen blieb. Nachdem ich nun etwa iZ bis 20mahl über das Glas hin und her gefahrenharte, und das Glas abwischte, so halte sichdie feinste Linie auf der polirten Ebene desGlases matt geschliffen. Die Uebung wirdhiebcy die nölhigen Vorsichten und Vor-theile zeigen. Ich habe vermittelst dieses Ver-fahrens, in ein Hrn. H. Kastner gehörigesFernrohr auf dem Observarorio, ein Micromcterverfertigt, welches an Feinheit der Linien, denBranderischen Micrometern nichts nachgiebt.
Bey