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1 (1825) A und B
Entstehung
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1205
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B r e u n g 1 a s,

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Brenn glas.

Brennlinse; Vitrum ustorium s, causticum. Lenscaustica; Verre ardent; Burningglafs. Ein entwederan einer Seite oder an Leiden Seiten erhaben geschliffenesLinsenglas, welches die Sonnenstrahlen in einen engen Raumvereiniget und dadurch Hitze hervorbringt. Man bedient sichlieber des an beiden Seiten convexen Glases, weil es dieStrahlen in einem nähern Brennpuncte vereinigt und sich auchmehr concentrirt. Uebrigens würde selbst der MeniscusalsBrennglas wirken, da auch er die Strahlen in einen Brenn-punct vereinigt'.

Um die hervorzubringende Hitze recht bedeutend zu er-halten, mufs das Brcnnglas grofs, und der Raum, in wel-chem die Lichtstrahlen vereinigt werden, möglichst klein seyn,auch mufs man das Glas den Sonnenstrahlen so zu wenden,dafs sie cs senkrecht treffen. Um die Wirkung zu verstär-ken, bringt man bei grofsen Brenngläsern da, wo die Strah-len schon sehr nahe vereinigt sind, ein kleineres convexesGlas, als Collecliv"las an, um die Strahlen in einem en-gem Brennraume zu vereinigen. Tschihnuausen beschreibtdiese Einrichtung und fand sie sehr wir ksam 1 2 . Dafs schondie Alten Brenngläser kannten, scheint aus einer Stelle imAristophanes 3 zu erhellen, die Yofs so übersetzt:

Streps, Du hast bei den Ileilkrauthändlern doch wohl jenen,

Stein

Ehmals gesclm, den schönen, den durchsichtigen,Womit sie Feuer zünden.

Sohr. Meinst du Brennkrystall ?

Streps. Den mein ich.

.... Ja ; , nahm* ich den,

Indefs der Schreiber jene Klag ausfertigte,

Abwärts mich stellend, also nach der Sonne hin,Jedweden Buchstab schmelzt ich hinweg aus des

Klagschrift,

1 S. Linsengläser..

2 Aela Kructit. Lipsicns. 1691, p. 5 a- und 1697'' P*

5 Aristophanes von J. Yols Braunschw. 1821. Wolken, t. 760.