E a 11 i s l i k.
697
vas dcuNameii Gauss den unsterblichen Namen des Nrw-, r0N mid Lapi-aci: au die Seite gesetzt hat. JJ.
B allistik.
Gescliiitzkuns t; Theoria bcillistica; motusproiec-torum seu projectilium; Balistique; Mouvement despiojecliles; ( Ballisiics ?) 1 Gunnery ; bezeichnet dieTheorie und Praxis geworfener, geschleuderter, insbeson-dere durch die Kraft des Scliicfspulvers, der comprimirtcuLuft oder sonstiger elastischer Flüssigkeiten geschossenerKörper, mithin gehört die Untersuchung des Wurfes, derWurfbewegung, der Weite des Wurfes, der Artillcric-vissenschaft und Bombardierkunst mit dazu. Es liefse sichauch das Werfen der llacketen und Brandracketen mit dar-unter begreifen; allein da dieser Gegenstand auf ganz an-dern Grundsätzen beruhet, so ist derselbe hier nicht berück-sichtigt 2 . Einen so weitläuftigen, so oft und vielfach ab-gehandelten Gegenstand hier vollständig zu erörtern, würdeaufser den bestimmten Grenzen liegen, und cs wird dahergenügen, eine Uebersicht der Hauptsachen mitzutheilen. Da-bei sind insbesondere zwei Gegenstände zu berücksichtigen,nämlich zuerst die Kraft, welche den geworfenen Körpernihre Bewegung mittheilt, und die Geschwindigkeit dieser an-fänglichen Bewegung; und dann zweitens die Bahn, welchedieselben vermöge dieser erhaltenen Geschwindigkeit undder sic stets affieirendcn Schwere ohne und mit Rück-sicht auf den Widerstand der Luft beschreiben müssen. DerUntersuchung dieser Gegenstände selbst möge folgende kurzegeschichtliche Uebersicht vorausgehen.
Spuren der Versuche, durch fortgeschnellte Körper demFeinde zu schaden, linden sich iui höchsten Alterthum, na-mentlich in den Schleudern. Speere mit der blofsen Handgeworfen, und Steine mit der Schleuder erhielten bei dergrofsen Körperstärko, verbunden mit unglaublicher Fertig-
l Hntton Dict. I. 2o4 gebraucht dieses Wort für die Geschüukunsl,Sonst bezeichnet es die geworfenen Körper selbst und wird überhauptselten gebraucht.
z S. Brandracketen .