Automat.
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Ebeht 1 2 hielten sie für ein rein mechanisches Kunstwerk, indemdie Züge des Gegners, wahrscheinlich durch magnetische Stäbeden Mechanismus bewegend, den hierfür nach den Regelndes Spieles gehörigen, schon in Voraus berechneten, undsomit auch bestimmten Gegenzug veranlassen sollten. Einvorzügliche?: Beweisgrund hierfür wurde darin gefunden,dals man zugleich behauptete, die Maschine verlöre nie einSpiel, welches sich indefs später nicht bestätigte. Alleinabgesehen davon, dals es kaum begreiflich ist, wie sich alledenkbaren Züge und die dazu gehörigen Gegenzüge desSchachspiels berechnen lassen sollten, auch angenommen,dals die Zahl aller regelgemäfseu Spiele nicht übermäfsiggrofs scy; so ist doch die Menge der willkiihrlichen und re-gelwidrigen, welche erweislich gleichfalls vorgekommensind, kaum zu berechnen, und das Zurückziehen falscherZüge des Gegners mit dieser Theorie durchaus unvereinbar.Viele andere dagegen , namentlich Lichtenberg a , Boeck-mann 3 , Nicolai 4 5 6 , Decremps 5 u. a. vorzüglich aber v. Räck-nitz 6 behaupteten daher, es müsse ein Knabe in der Ma-schine verborgen seyn, indem sie zugleich die Möglichkeitnachwieseu, wie dieses bewerkstelligt werde. Herr v. Kem-pelen hat diesen Vorwurf nie eigentlich und vollständig wi-derlegt oder demselben nur ernstlich widersprochen, unddie definitive Beantwortung der Streitfrage blieb aus, alsdie Aufmerksamkeit auf die Maschine mit der Entfernungderselben aus dem Publicum verschwand. Auch Coelinson,welcher früher in London dieses Kunstwerk sehr bewunderthatte, hörte nichts von demselben, als er den Erfinder spä-ter in Wien sprach, und glaubt, dieses Stillschweigen sey
1 Nachricht von dem berühmten Schachspieler und der Sprachma-schine des H. v. Kempelen 1786.
2 Lichtenh. Mag. III. St. 2. p. l 85 .
3 Posselts wissenschaftl. Magazin 1785, I. 72.
4 Reisen VI. 42 ü,
5 Magie blanche.
6 lieber den Schachspieler des II. v. Kempelen und dessen Nach-bildung. Leipz. 178g. 8. mit 7 Knpfertafeln. Das nämliche wird behaup-tet uud durch Figuren erläutert in : An Atteinpt lo analyse the Automatenof M. Kempelen cet. Lond. 1821. 8.
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