Automat.
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Einen 5 F. hohen, im Zimmer unihergehenden und spie-]enden Harfenisten verfertigte auch ein Schreiner in derWerkstatt des bekannten Engländers Gardner 1 , und unterden Schätzen des Tippo Saib fand man einen Tiger, -welchereinen europäischen Offizier zerfleischte, während ein Me-chanismus in jenem das Brüllen des Thiercs, und in diesemdas Winseln eines Menschen nachmachte 2 .
Nicht leicht hat ein Automat so vieles Interesse erregt,als in den neuesten Zci ten die Schcichinaschine Kemow.t.ens,welcher milserdcm durch seine Sprachmaschine bekanntist. Letztere bestand ans einem hölzernen Kasten, 3 F.
lang, 1 F. breit, worin durch einen eigenthümlichcn Me-chanismus vermittelst eines Blasebalges und verschiedenerKlappen die Stimme eines drei bis vierjährigen Kindes nach-geahmt wird 3 4 . Manche nach seiner Anweisung gemachteMaschinen leisten nicht viel, und bringen kaum vernehm-bare, der menschlichen Stimme nicht sehr ähnliche Tönehervor. Indei's mufs diejenige, welche der Erfinder selbstbesafs, vorzüglich gewesen seyu, indem Collinson 4 versi-chert, dafs sie das von ihm aufgegebene Wort: cxploitatibnmit französischem Tone vernehmlich gesprochen habe. An-dere Versuche, die menschliche Stimme nachzubilden, schei-nen noch geringeren Erfolg gehabt zu haben, z. B. die durchMical 1780 der Acadcmie zu Faris vorgezeigte Maschine,welche die Laute durch künstliche Zungen auf gespanntenMembranen hervorbrachte 5 , desgleichen die durch C. G.Kratzenstein aus Wernigerode verfertigte, welche einzelneYocalc sehr deutlich und auch leichte Worte aussprach 6 .
Weit räthselhafter, wenn auch vielleicht nicht künstli-cher, war der Mechanismus hei v. Kempelcns Schachma-
3 Allgcm. Lit. Zeit. Int. Bl. 1792. Nr. 72.
2 Buscli Geschichte dev Erfindungen. I. 354 .
3 Mechanismus der menschlichen Sprache, nehst Beschreibung ei-ner sprechenden Maschine von v. Kempelcn. AYien 1791. 8. Lichteub.Mag. III. St. 2. p. 190. Joiun. des Savans 1783 . p. 629.
4 Ilutton Dict. I. ig4.
5 Journ. de Phvs. 3782. p. 558 .
C Journ, de Phvs. XXI. 358.