Druckschrift 
1 (1825) A und B
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

34 Ablenkung der Magnetnadel.

für diesen Zweck vorzüglich siel) eignet, indem sie die ma-gnetische Kraft, der Eisenmassc gleichsam in einen Pnnct ver-einigt, mul es möglich macht, die Wirkung jeder andernEisenmassc von beliebiger Gestalt, deren magnetischer Schwer-punet bekannt ist, durch einfache trigonometrische Functio-nen nach ihrer Lage zur Magnetnadel zu bestimmen.

Sätze über den Magnetismus der Lage.

1 . Wenn man einen empfindlichen Ahwcichnngscompafs aneine eiserne Kugel anhält, so wird die Nadel-in verschie-denen Stellen von dem magnetischen Meridian ab gelenkt.

2. An jeder Kugel gicht es jedoch einen gröfsten Äreis, mdessen Ebne die Nadel ungestört bleibt.

3. Die Ebne dieses gröfsten Kreises ist Voll Nord nach Süd.geneigt, in der Richtung des magnetischen Meridians, undbildet, mit dem Horizont einen Winkel, welcher dem Com-planent der magnetischen JSeigilng gleich ist. Wenn sichder Mit! ei pnnct einer Magnetnadel in der Ebne diesesKreises befindet, so hat sie dieselbe Lage, wie wenn keineeiserne Kugel da Ware,

4. Wenn man diesen Indifferenzkreis als den magnetischenyieqh-ator der Kugel betrachtet, so finden auf ihr auchmagnetische Pole, Rreitenkreise und Parallelkrcisc dem-selben entsprechend statt. Man nehme als ersten Meri-dian denjenigenBreiteukreis an, welcher durch die Durch-sehnittspunctc des magnetischen Aequators mit dem Hori-zonte, oder durch den magnetischen Ost- und West-Punetgeht, und bezeichne mit A die Deviation der Comjiafsna-dcl an irgend einer Stelle der Kugel, deren magnetischeLänge a, und deren magnetische Breite b scy, so ist stets

Tang. A = Sin. 2 b. Cos. a.

Magnetische Lange und Breite werden hierbei auf die Mitteder Compasfnadcl bezogen.

5. Das nämliche Gesetz findet statt, wenn man sich dieMiftodev Compalsnädel als das Centrum einer Kugel vcr-stellt,die auf eben diese Art cingetheilt Ware, und au derenOberfläche giell der Mittel pnnct der Eisenkugel, oderWenn es ein Körper von anderer Gestalt ist, der magne-tische Schwerpunct desselben befände. Hieraus lassen sieh