V-
Abirrung des Lichtes. 17
Ans den Verfinsterungen der Jupiters-Monde hat manberechnet', dafs das Licht 42000 Meilen in 1 See. durch-läuft, oder dafs sieh die Geschwindigkeit des Lichtes zurGeschwindigkeit der Erde in ihrer Balm, wie der Halbmes-ser zu dem Bogen von 2 0,25 See. verhält. Da nun, wenndie ltichtung des Strahles senkrecht auf die Richtung der
Bewegung der Erde ist, offenbar -jTq = taug. d. Abirrung, Fig,
oder bei so kleinen Bogen, -jrpr = dem Bogen der Abirrung 4
gefunden wird, so betragt die Aberration für Sterne amPole der Ekliptik 2 0,25 See., wofür ich m setzen will;diese Sterne scheinen einen Kreis von diesem Halbmesserum ihren wahren Ort zu durchlaufen. Um zu übersehen,nach welchem Punctc dieses Kreises wir in jedem Augen-blicke unser Fernrohr richten, wollen wir die Bewegungder Erde auf ihrer Bahn von 0 "V" nach 25, nach und Fig.so weiter verfolgen. Die wahre Richtung von der Sonne S 5nach dem Sterne X nehmen wir als senkrecht auf die Ebneder Ekliptik an, und cs ist bekannt, dafs wir wegen dergrofsen Entfernung des Sternes, dem wir hier gar keine Pa-rallaxe beilegen, das Licht des Sternes, wenn,die Erde ru-hete, so empfangen würden, als ob der Lichtstrahl parallelmit XS zu uns gelangte. Wegen der Bewegung der Erdoaber müssen wir, um den Lichtstrahl richtig aufzufangen,das Fernrohr um m Sec. vorwärts neigen, und da dies in je-dem Punctc der Bahn statt findet, so erscheint der Stern unsum so viel gegen den Pnnct der Ekliptik, auf welchen zuunser Lauf gerichtet ist, vom Pole der Ekliptik weggerückt;also wenn die Erde hcliocentrisch in 0 "V” steht, so scheintder Stern dem 0 des Krebses näher; ist die Erde in 0 25, soist der Stern vom Pole gegen 0 zu entfernt, u. s. w. dasist, wir sehen den Stern, der eigentlich im Pole der Eklip-tik erscheinen sollte, allemal unter einer Länge, die 9 o Gradomehr als die hclioccntrisclic Länge der Erde beträgt, odersehen ihn gegen das Gestirn hin vom Pole entfernt, wohindie Erde hcliocentrisch drei Monate spater gelangt.
t S. Licht.1. 13,1.
B