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A b e n d r ü L h o.
iiacli und nach in dir schwindet, je langer man das Auge aufden Himmel richtet, während das freie Ange den Himmelfortdauernd blau sieht. Her Schlufs, den Muncko hierauszieht, ist sehr einleuchtend, dafs das fremde Licht jeneFarbe nur hervorrufe, und diese daher sich nicht mehrzeige, wenn man das Auge gegen fremdes Licht beschirmt.
Dieser Schlufs, so wohl begründet er scheint, läfstsich aber, wie mich dünkt, dennoch durch folgende zweiVersuche widerlegen. l. Die Wände meines Zimmerssind mit einem Blau, nur wenig blässer als das Blau desHimmels an schönen Tagen ist, gefärbt. Sehe ich dieseWände ebenso mit dem einen Auge durch das Rohr und mitdem andern freien Auge an, so erscheint die Wand Hin-durch das Rohr je mehr und mchrweifs, je länger ich sieanselic. 2- Nehme ich ein inwendig w r cifses Rohr undsteile mich so, dafs die Sonne einen Thcil der innern\V and des Rohres bcschcint, und betrachte nun in dieserStellung den blauen Himmel, so bemerkt das durch dasRohr sehende Auge keine Acndcrung, sondern das freieund das mit dem Rohr bewaffnete Auge sahen beide denHimmel in gleich dunkler blauer Farbe. — Hiernach glaubeich den Himmel mit eben dem Rechte wirklich blau nennenzu dürfen, wie es die Wände meines Zimmers sind, undvielmehr ist jenes Blafswerden nur durch das AngrenzendeDunkel hervorgerufen. Bekanntlich sieht man ja dunkleGegenstände, folglich hier die dunkeln Wände des Rohresmit einem hellen Rande umgeben, und dieser helle Rand,der bei einem nicht sehr weiten Rohre den ganzen innernRaum ausfüllt, bringt im Auge die Empfindung eineslebhaften Weifs hervor, worin die Beimischung des Blaunur als ein viel matteres Blau sichtbar bleibt. Richtet mandagegen das inwendig woifse Rohr so, dafs am vordem Endedie innere Seite von der Sonne erleuchtet wird, so kannjener helle Rand nicht mehr erscheinen, und das durchdas Rohr gesehene Blau bleibt ungeändert. Uebrigcnskann man meinen ersten Versuch ebenso gut au einer grü-nen Wand u. s. w. anstclleu, wenn die Farbe nur nichtganz ungemein dunkel ist.