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UI. Die Grafen von Kielmansegg
halb eine diese Umstände genau klarlegende Darstellung ausder Feder des bekannten Historiographen Louis Bobe in Kopen-hagen, die dieser eigens für unser vorliegendes Werk schrieb,unter No. III, l der Beilagen.
Auch die folgende Darstellung des Lebens und Wirkensunseres berühmten Ahnherrn stammt großenteils aus der FederBobes, der durch seine jahrelangen Forschungen in den däni-schen und schleswig-holsteinschen Archiven das historischeBild Johann Adolfs erst in das rechte Licht gestellt hat.
Kielman wurde als neuernannter Hofrat zunächst undbesonders zur Erledigung wichtiger Finanzgeschäfte im Inter-esse des herzoglichen Hauses verwendet. Bereits im Frühling1637 ward er nach Odense geschickt und später nach Kielzur Loskündigung eines größeren Kapitals. Im Februar 1638war er Mitglied der in Hadersleben tagenden Kommission derKirchenvisitation.
Mit seinem schon damals großen Einfluß beim Herzoghatte er viel dazu beigetragen, der holsteinischen Ritterschaftund ihrem Syndikus, dem unglücklichen gefangenen Dr. Kraut-hof, die Gnade des Herzogs wieder zu erwirken. 1 )
Seine erste diplomatische Mission von Bedeutung war dieBeteiligung an den auf dem Reichstage zu Regensburg in denJahren 1640—1641 geführten Verhandlungen.
Es war dies der erste seit 1613 ausgeschriebene Reichs-tag, welcher nun zusammentrat, um über den Frieden zu be-ratschlagen. Kaiser Ferdinand III. bezweckte bei dieser Ge-legenheit zunächst die Reichsstände zu gewinnen, damit siesich mit ihm gegen Schweden und Frankreich verbünden. DerReichstag ward allein von kaiserlich Gesinnten oder Schütz-lingen des Kaisers besucht, daher sämtliche Beschlüsse inseinem Sinne ausfielen.
Ein umfangreiches, von Kielman eigenhändig geführtesDiarium im dänischen Reichsarchiv in Kopenhagen gibt einen
Vgl. D. H. Hegewisch, Schleswigs und Holsteins Geschichte unterdem König Christian IV. und den Herzogen Friedrich II., Philipp, JohannAdolf und Friedrich III. oder von 1588—1648, S. 333 fg.