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Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an ...
(Offenb. 3,20)
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Aber womit klopft Er denn? Er versucht esauf mannigfaltige Weise, sich Eingang in dein Herzzu verschaffen, von dir gehört und aufgenommen zuwerden. Sein Klopfen, Sein Rufen ist so mannigfal-tig als alle Seine Werke und Worte. Bald klopft ermit dem Finger Seines Geistes, bald mir dem Ham-mer Seines Wortes, bald mit der Ruthe und denSchlägen Seiner Züchtigungen und Prüfungen. DieStimme Seines Blutes, welches Er für uns vergos-sen, schreit uns allenthalben nach; die Tbränen, dieEr für und um uns geweint, fordern uns beständigauf, klopfen immer an unsere Thüre, daß wir demFreunde, der uns so sehr geliebt hat, die Thüre weitauftbun sollen. Sein Angst- und Blutschweiß amOelberg, welch eine Stimme! Sein Kreuz und Tod,welch ein Hammer, womit Er an unsere Herzensrhürklopft. Wer kann da widerstehen? Alle Seine Worteim alten und neuen Bunde, sind sie nicht eben soviele Hämmer, womit er an die Herzen der Menschenschlägt? Alle Eingebungen und Eiusprcchungen desheiligen Geistes, der als Prediger der Welt bestelltist und die Welt strafen muß um der Gerechtigkeit,um der Sünde und des Gerichts willen, alle Bewegun-gen und Rührungen dieses Geistes im Inwendigen,womit er die Herzen wecken, bekehren, zu Jesu weisenwill, sind ja gleichsam der aufgehobene Finger desHerrn, der an unsere Thüre pockt, sind die Stimmedes Freundes, der eingelassen seyn will. Die mäch-tige Stimme des Gewissens, des innern unbestechli-chen Richters, der sich das Schweigen von keinemKönige und Gewaltigen, wie von keinem Bettler ge-bieten läßt, den keine Hand auf den Mund schlagen,den niemand verstummen machen kann, ist sie nichtdie Stimme des Herrn, der vor der Tbürc so nahewie möglich steht, und oft so stark klopft, mit solchen