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Sanctissimi Domini Nostri Gregorii Divina Providentia Papae XVI Allocutio : habita in Consistorio Secreto IV idus decembres anni MDCCCXXXVII
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Erklärungen noch erwarteten, dem Erzbischofe von Köln angekün-digt, daß er entweder jener von Uns verworfenen Auslegung inBetreff der gemischten Ehen nachkomme, oder sein bischöflichesAmt niederlegen solle, wobey man ihm auf den Weigerungsfallden Beschluß der Regierung eröffnete, ihm die Ausübung der ober-hirtlichen Jurisdiktion ganzlich zu verbieten. Und man zögertenicht. Als jener, wie es Pflicht war, sich beharrlich weigerte,erfolgte, was Wir im Eingang mit Schaudern erzählt haben.Beachtet aber hier die Art, wie man mit Uns verfahren ist. Erstam itcn d. M. hat der jetzige Geschäftsträger für das KönigreichPreußen das als nächstens bevorstehend, oder in diesem Augenblickezum Bollzuge reif angekündigt, was schon am 2ltcn des vorigenMonats vollbracht worden war. Bey dieser Lage der Sache,ehrwürdige Brüder! sind Wir nach inniger Ueberzeugung Gott, derKirche und dem Amte, das Wir bekleiden, schuldig, die apostolischeStimme zu erheben, und die verletzte kirchliche Immunität, dieverhöhnte bischöfliche Würde, die usurpirte geistliche Jurisdiktionund die mit Füßen getretenen Rechte der Kirche und dieses heiligenStuhles öffentlich in Eurer Versammlung zu reklamiren. IndemWir aber dieses thun, wollen Wir zugleich dem Erzbischofe vonKöln, diesem durch jegliche Tugend ausgezeichneten Manne, daswohlverdiente Lob darüber ertheilen, daß er die Sache der Reli-gion mit so großer Gefahr für seine Person unüberwindlich ver-teidiget hat. Auch ergreifen Wir diese Gelegenheit, um öffentlichund feyerlich zu erklären, was Wir auf Privatwegen bisher zuthun nicht unterlassen haben, daß Wir nämlich jede im KönigreichePreußen unrechtmäßig und gegen den rechten Sinn der von UnsermVorfahrcr gegebenen Erklärung eingeführte Praxis in Betreff dergemischten Ehen gänzlich verwerfen. Ucbrigens da täglich grö-ßere Uebel auf die Braut des unbefleckten Lammes eindringen,so können Wir nicht umhin, Euch, die Theilnehmer Unserer amt-lichen Sorgen, nach Euerer ausgezeichneten Gewissenhaftigkeit undFrömmigkeit dringend aufzufordern, mit Uns dem Batcr der Barm-herzigkeit inbrünstige Bitten demüthigst darzubringen, auf daß ervon der hohen Wohnung des Himmels gnädig herabschaue auf denWeinberg, den seine Rechte gepflanzt hat, und einen andauerndenSturm huldreichst von ihm abwende.