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sehen hintergingen, getauscht, gekränkt, be-wahrte Er doch die Liebe für die Menschen,namentlich für ihre Leiden und Schmerzen,und wohl nie hat sich in einer männlichenBrust das, was unsere Sprache „Zartsinu"nennt, vollständiger, umfassender, reiner undreifer ausgebildet, als in der Seiuigcn. Ru-hig und fest und Sich gleich bleibend in in-nerer und äußerer Haltung übertrieb Er nichts,hielt in allen Dingen das rechte Maaß, maaß-lvs war Cr nur in Einem, im tagtäglicheuWohlthun, doch ließ Er seine linke Handnicht wissen, was die rechte that, undDank verlangte Er nicht. Um Seine Zufrie-denheit zu erhalten und zu bewahren, bedurftees keiner andern Mittel und Wege, als derNechtschaffcnheit und redlichen Pflichttreue; warman sich dieser bewußt, so konnte auch derFrcimüthigste sicher und ruhig sein. An demFelsen Seines Ernstes, Seiner Gradheit undSeines Zornes zerschlug sich jede Kabale, jedeJntrigue, jede noch so fein gesponnene Ber-läumdung. Offen, klar, unbefangen und red-lich mußte Alles um Ihn sein, wie Er selbstwar. Kein neu auftauchendes Talent konnte