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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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975
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Müntz - Wesen wohl regllret/ bey denen zoll- und Wege gebauet und erhalten / und derenstädten und mauthen aber zu wasser und zu keines / was fürtraglich aus der policey seynlande bessere moäeration gebrauchet / straffen kan/ unterlassen werde.

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Ses vierdten Aaupt-TWs

Uchtes Kaupt-Wück:

Von

enen ursaZen des Verfalls und

schwächedes heiligmWvm.Weichs/auch

denen daher Menden pratensionen.

S ist kein zweiffel / daß diegrosse und macht des hei-ligen Römischen ReichsTeutscher Nation aufdemhöchsten gipffel gestan-Kays.Otto lhen/ da Rapser Otto/ beygenahmt derMonarch in grosse/das zepter geftthree hat / welcher/Teutschland, ^nachdem er die.Sclavonier bezwungen / dierebelten wieder zum gehorsam gebracht/undgantz Teutschlands den ruhe-und frieden-stand gegeben / so wohl das Königreich Lotha-ringen seiner botmäßigkeit unterworffen/aufberuffen der Königin Adelheit in dieLombar-dey mit feiner vi^oneulen tapffern armeewider den König oder Tyrannen Leren^a-rium verrückte / allda die stadt Paphey ero-berte/ und den ftind zur iubmilllon brachte/er ließ sich zu Mepland die königlicheTrone durch den Ertz-Bischoff Volbertenaufsetzen / führete seine armee nach Rom/zogallda in triumph unter begleitung vieler Prä-taten und grossen ein/ und wurde von demPabste und der clerisey/ auch dem8enatund»volcke öffentlich als /wßulluz Imperator aus-geruffen/ ihme dieKayserliche Crone auffge-setzet/ und erwarbe er also neben dem Ita-iiänischen Königreich auch das Rapser-thum mit gewalt der Waffen/ und theilsfreywilligen unterwerffung / der pabstleistete ihme den epd der treue und hul-de/und er hergegen verspräche ihm denRatierlichen schuy.

Wie Majestätisch dieser GroßmachtigsteKayser das jus circa lacra oder kirchen-regalbehauptet/ ist aus dem dritten Hauptstücke dervierdten Haupt-Handlung und fol.6O oben be-rühret worden/ und fehlste es nach menschli-chem ermessen wenig / daß nicht die prXroxati-ven und Hoheit der Griechischen Rapser/ja die Griechische Monarchie selbst in derperson seines ältesten Printzens Rapser Ot-tens il, bevorab auch durch die erheyrathungder Griechischen Princeßin Theophania/aufdie Sachsen gebracht/ und dem TeutschenKayserthume incorponret worden.

Daß aber auch auf diesem höchsten gipf-fel der prsepoteny das heilige Röm. Reichnicht lange gestanden / sondern bald wie-der inabnahme gerathen/ davon hat der

Hätte fast,das Griechi-sche Kayser-thum aufsein Haustgebracht.

berühmteJesuit?2tcr Ludwig Maimbourgeinen besondern traökac geschrieben: Die sür-Mfau desnehmsten Ursachen schlagen dahin aus/daß die R« wo,.Pabste und unbeständigen Römer und unter- ^'lhanen des exarckats allerhand rebellion undunruhe angerichtet/ und nicht eher nachge-lassen / biß sie das kirchen-regal dem Kayser-thume entzogen / die Hoheit in kriegs-undfriedens-fachen unter viele/ und sich theilsselbst gleich als regalia zum eatnmomo v.

?etri gehörig/theils andern Fürsten zertheilet»und zugewendet/ oder ihre ulurpaewnes gerngesehen und bestens befördert;' die kleinenHerren haben auch zugegriffen / ihre vaklla-Zia theils entzogen / theils inunl gemacht; daßalso derKayserlichen Ntajestät wenig oder garnichts als den blossen nahmen/ und etwahierüber noch die Beschwerung mit grossempomp und kosten die am ende fast cbimeri-czue Kayserliche Cron zu Rom zu holen übriggelassen. Und weil allezeit besser ist/ seinenoffenbaren oder heimlichen feind von ferneabzuhalten / als an die gräntzen kommen zulassen; so wurden die macbipatLone8 durch soviel Keula hindurch dermaßen künstlich ge-bauet und aufgeführet/daß auch das kegnumItalic oder Lombardische Reich von derTeutschen Rapser Majestätischen ober-botmaßigkeit grösten theils entnommen/und ein glied nach dem andern abgelöstewerden sollen / biß endlich nichts mehr alsetliche dem Reich ziemlich unfruchtbare lehnund da man noch das äominium äireAum mitdem schwerdt bey kostbaren armeen und derenrecruten schützen mußte / benebens denen aufalle wege tterMrten pr^teullonen im reste ge- Sievenfa-»lassen worden. Und diese Verderbnisse in dem Fes »bei vorRömischen Kayserthum zu Rom/wie auch indem Königreiche Italien/sind die zwo erstenwege zum verfall des Reichs. Das drit-te weh und übel / welches die pabste / cleri-stp und die zum theil von ihnen bezauberteweltliche Potentaten/ bevorab die Fran-zosen dem Teutschen Rönigreiche zuge-füget/ hat dieTemschenatton um soviel em-pfindlicher betroffen / indem Teutschland ge-gen Teutschland krieg führete/ oder an-fangs die Sachsen und Schwaben gegendie Ost-Fräncktschen Rapstr/ denn die

Guei-