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VSIN heil. Röln. Reich.
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formancii/ welches zumahl in demftiedenschius-se in reAuia allen Reichs - Ständen in ih-ren landen verstattct worden/ sich in seinen erb-landen nicht entziehen lassen; und der Schwe-
in andern Kayserlichen erblanden noch übri- aber die Jesuiten zumahl gantz andere maxim^ge Augsburgische Conftßions-vcrwandte hat- gesühret; diesem nach seynd durch gottlicher Dewrotesiiten bißher viel Verfolgung von der clerisey/ und gnaden Verleihung die Protestircndendenen so genannten scligmachern oder Kay- Churfürsten / Fürsten und Stande / wie auch rc« kirchc,^fcrlichen soldaten ausgestanden/und vcrhoff- die unmittelbare steye Reichs-Ritterschasstren gleiche fteyheit der religion mit denen gleichstem jm-e poMiminu und vermittels ange-Teutschen im Reiche zu erlangen» Die Kaystr- regter vertrage / gedinge / Reichs - und ftie-lichen disputirtcn aber über alle maße hefftig dens- schliche zu der einer jeden hohen obrig-darwidex/ und wolte sich derKayscr das jus rs- keit von GOttes und rechts wegen compstiren-
den geistlichen gerichcbarksit / klrchen-rechcen/ und dahero rührenden macht allerVerordnungen / bestellung derer hohen und nie-deren kirchen - und schul-diener/ ausschreibungdischen Gesandschafft zu Oßnabrück gäbe man derer Knoden/ Haltung geistlicher gerichke undschuld/ sie hätten grosse summengeldes im we- conllttorien und dergleichen / gediehen / undge gesehen/ daß sie mit ihrem sonst habenden regieren dieselben bey diesem hohen regal ihreguten religions-eyfer nicht hätten darüber sprin- lande als absolut, wie sie es vor GOtt und des-sen können / und diesem nach bekamen die ar- fen richterstuhl zu verantworten getrauen. Undmen Böhmen und Ober-Oesterreicher keinen / die Christliche kirche har diesen vortheil dabey/ vis CMu-die Schlesi'cr aber nur diesen trost / daß die daß/ob wohl alle geist-und weltlich-catholischm ^ Kirche»Herzoge zu ^rieg/ >L.igniy/tNünsterberg Stande neben ihr die reformatio^ sich nichtund Oels / wie auch die stadt Breßlau aus platz greiffen lassen / und der vbe-lien? der Rö->Kayftflich-undKöniglicher gnade ihrer vor dem mischen kirchen noch ziemlich anhangen/ gestaltkriege gehabten gerechtsamen und Privilegien auch die Kavfer selbst die so genannten lezatio-zusamt dem exercitio libero der Augsburg!- NS8 obeclientiX verrick)ten lassen / wie Kayset:schen Confeßion gelassen werden sollen. Die FerdinandusiliseinebeymHr.bu.lolfllf.6tzGrafsn/Herrcn/Ads! und dero unterthmten zu lesen; so sind sie doch/ja alle anders Christ-in den tasel-Fürstenthümcrn/ wie auch in Un- iichc Potentaten Catholischer religion mter-Oesterreich sotten zur Zrarikcatiou gegen die eine weit grössere frepheit von den pabst-Cron Schweden und Protestirenden Stände lichen mißbrauchen gcssye worden / und
des verstattet / und in den Kammer-Fürsten- gantz anders. Die Mapngjschm / Cöllni-
thümern zugelassen werden / drep kirchen aus- schen/N?üryburgischen und andere kirchen-
serhalb der stadte Schweiniy / Iauer und Ordnungen schmecken mercklich nach dem Ev-
Glogau vor die Evangelischen zu erbauen. angelischen süß-teige; man hat auch bey de-
Wie man wegen der Böhmen / von deren scheidenen Römisch-Catholischen ziemlich von
religions -rssormation und Zwiespalt unten in der verketzerung und wuth gegen die Evange-
der Ii Haupthandlung lol. ein mehrcrsl tischen abgelassenJa/es hat auch die Rap- Vorthell vsr
zur zeit Kayser Carls v und Pabst Clenwn- serl. Majestat.damit so viel behauptet/ daß
eis VI! die conMia gesühret habe/ daserschei- er nicht nur die Ery-und Bischöste/ nebens '
net aus dem vorschlage / welchen der Bischoff andern hohen l^laten/ mit dem schwerdte
zu Verona k4attbXU8 (Ziberti, s)atariu8 Pabst beleihet/ und sie wegen ihrer vom Reiche ha-
DesPäbstl. Clemeutens VII, dem Päbstl. bluntlo, welcher benden regalien und der so genannten tem^zo.
voMag sich damahls beym Könige inHungarn befand/ ralltät zum lehus-eyde und pflichten aufnim-
AgmBo> gethan; nemlich: der Pabst verlangte die ver- met/ also ihrer Personen auch a6 elss6ium pnva.
einigung des Königreichs Böhmen mit dem noms, wenn sie es darnach machen/ versichert
heiligen stuhl zwar ausalle weise und wege; er ist; sondern er hat auch bcp denen wählen
denselben nachzugehen / und müste in einem so Mayntzischen coachutorle, Lüttichischen / Oß
wichtigen wercke gute ordnung/ reputation nabrügischen und andern wählen/ wie auch
und Wohlstand das erste seyn/ so zu beobachten, die conlMa, welche bey dem oKbrto des Bi-
Müste daher ein ander mittel auserschen wer- schoffs zu 5Nünster wegen der Coachutorle zu
den/ dadurch die Böhmen selbst anlaß nähmen/ Trier gethan / vermercket worden / solches be-
dem Pnbstlichen thron entgegen zu eilen; wann währen.
sie dem Cardinal CampeZio, der Legat in Es erwiese Ahr. Kayserl. Majestät auch ei-
Teutschland war / sich in die arme werffen nen blick dero allerhöchsten gewalt/- da sieA. sc.u Maje-
wolten / hätte er sie zu cmbraüiren / wo nicht/ 1690 dem Pabste durch den Cardina! cls Kis- Fisches kir-
dü-rffte er ihnen auch nicht entgegen gehen / so äicis obwohl mit bescheidenen höflichen Worten/ ^
wenig als es sich ziemete/ daß der richter den doch nachdrücklich gnug verweisen liessn/ daß
partheyen nachgienge; was sie suchten / müste er in einem so ungerechten kriege zugelassn/vor
man gewähren/aber auch keine olserre von dem Franckreich/ den treuen bundsgenoffen des
machen/ was sie nicht verlangten.^ Wann es Mahumedanischen reichs / und das gleich in
bey dieser manier blieben wäre/würden wenig vollem kriege stund/ die clerisey sollsckiren zu
zum Pabstchum zurückgangen seyn. Es haben lassen.
Erste Haupt-Handlung. Sss ss 2 MP)