vom he il» Römisch en Reich. 855
^otharium in bann / dergleichen rraökemsnt sex Carln dem feisten oder der Kayfirl. Ma-
er Rapser Michaeln zu Constantinopel auch jestät fast gar die gurgel ad / indeni er zwey
wiederfahren ließ. äecreca fertigte / in dem einem die Rapser!,
ordtt-te ei- DerTeutschen kirchen freyheit suchte er da- autoritär bep der pabste wähl / so viel an
nett xcnem! h^x zu prsejuäiciren / weil er einen Vica- ihme/abschaffte : Ita aull sunt?outiiice5, sagt
ßCneralem in Teutschland ordnete/ wor- Lran^ius tt. V metrop. c.l, Imperatore8 suo8
wider gleichwohl geist-und weltliche zu sprechen contsmuers, clum Imperii virtu8 elanAuerit.
kamen. Das andere bestünde darinnen/ daß/wann
tvorzu die Die theilung der Franckischen Monarchie R. Carl der feiste ohne Linder stürbe/ wel-
Ae alM war eine Mitursache zu solcher inlvlentz. Denn ches vor äugen war / solte das Rapserthum
sab. wer da theilet und noch darzu Uneinigkeit he- nnd das Königreich in Italien denen Für-
get / der wird schwächer. Jedoch / da der sten preiß gegeben werden. Wodurch der
vertrag zu Cobleny A. 86y zwischen denen Pabstliä)en Monarchie ein neuer grundstem
Heyden gebrüdern Rönig Ludewigen in geleget wurde ; daher aber auch der fürtreff-
Teutschland und dem Rönig in U)estrast- liche klittoricus Orolus Sigonius meldet tt. 6:
en Carlen dem kahlen / so wohl des bruders „Es haben nach abgang der Fränckischen Kö-
^.otharii cnckel/errichtet worden/setzte sich zu- „nige die Jtalianische Magnaten die oberge-
gleich Teutschland wegen der kirchen-freyheit „walt an sich gezogen/ und mit innerlichen
^ auf einen starcken fuß/schaffte die excommum- „trennungen der völcker ihre anmassungen de-
ftchl ftme" c3tlQues ab / und behielte der Teutsche König „hauptet/ dabey sich und die kirche in gäntzli-
kirchen -ftey- anthei! an dem schutz-rechte oder Majesta- „ches verderben gestürtzet/und solche läuffte ein-
^Mten. tischen proteäkion der kirchen.Als sichPabstHa- „geführet / dergleichen nie einige so schlim und
P.Hadrian vxian II hinaus nahm/ in die weltlichen fachen „schandlich / oder da die büberey der Fürsten
AÄ'v- und in den erbschafft-streit derKays.undKönige „oder die raserey des pobels es niemahls ärger
mn. inFranckreich undJtalien sich mit dem bann zu „machen können. Was nun in dieser art vom
mengen/kan Varomusdertapffere clefsulorder trüben waffer die Päbste vor fische gefangen/
Päbstlichen kkonarckis sechsten rfi cht in abrede davon gaben die folgenden zelten die proben;
seyn/ daß die hohen partheyen und ihre Reichs- pabst Stephan verordnete/ daß die satzun-M'st So-
Stände dem Pabste also begegnet/daß er die „gen des Rom stuhls unverbrüchlich als mfa!
pfeiffe dermalen einziehen müssen.Rönig Carl „libcl gehalten werden sotten. Wovon sich
mw!?ß var-tlt^ranckreich schriebe gar nachdrücklich: 8s baronius so hoch über die Marckgrafen von^r<-nm,und
übxr. nou aZnolcere majorem, usc ells Lpii'eoporum Ittuscien beschweret / ist bey ihme aä snnum über
vice - dominum aut villicum ; pontikeiz vero 89/ n. ^ zu lestn z UNd was er ferner Zcl Rom.
neutiizuam eile imperare KsZibus aut pro lubiru §. 1. und auch öellarmmus äs pontis. tt.om. I. I V.
appeilatioaes ab Ü5 reeipere. Und die Bischöffe I! über die unglückseligen zelten des ungelehr-
. sorgten in Teutschland doch so weit A. 89c) vor ren und durch den huren - pack zu Rom
ÄuaAn"ihrefreyheit/ daß sie Katuirttn/ der Pabst verderbten pabstthums vor klage führen/
,nm dm „möchte in Italien äommixen/ jeder Blschoff davon leidet unser zweck nicht viel zu melden.
a- »aber könne die falle/ so in seinem sprenget vor- Unter der regierung Rapser Conrads 1 ka- K. Conrad r
herüber sich „fielen/ ciecicliren / ohne den weg nach Rom zu Me es doch wieder dahin / daß der Pabst Io
walten, „sichen. Hannes X auf das coucilmm zu Neheim in deit >ledei-.
Was ausm convent zu Rheims vorge- der Schweig seinen legaten schickte/ undD^^at
gangen / und wie spitzig gleichwohl dem Pabst dem Rapser die mache / in kirchen - fachen im x s«cüw.
sein Vorwitz verwiesen worden/ meldet mit zu beschlossen und zu veranstalten/wieder
mehrern bockelluz in clecret. Lccl. (-all. Da „eingeräumet wurde. Die Ertz-und Bi-
MUNM es auf diese weise nicht angehen wolte/ suchte „schösse / auch andere hohe klagten waren
Crvncn?d«! lnan zu Rom nach obscrvirter anderweiter thei- „Reichs - Stände und unterthanen des Kö-
mit s men lung und noch grösserer schwachung der macht/ „nigs/ und liessen den Pabst jure bumano ihr
^ in die prXceclen--strittigkeit desRaysers „Oberhaupt seyn/heberen und legten aber mit
und Rönige in Italien / Teutschland/ „denen weltlichen Fürsten und Ständen obne
Frankreich und Lotharingen zu mischen „allzugrosje rettexion auf den Pabst. Auf
und das arbltrium, dahin auch einige gleichsam „dem symiclo zu Erfurt clikpomrte K. ^c n-
Lompromittirten/an sich zu bringen. Unddie- rich ! wegen der kirchen-äii'ciplm, und oaßK. Henrich l
se gekrönten Potentaten^vermeynten/ der aus- der zwolss heiligen boten ihre g^bucts-AiAchel!^
sprach wäre desto unschädlicher/ wenn er vom rage solten gefeyert werden / er stlfssec ce auch an/
Pabst herkäme / den man doch in der Chri- auch in Teutschland über zwanyig kirchen
stenheit vor das Haupt der kirchen ehrete/ und und einigeFrauen-stlffter/ als zu^vedlin-
mit deme man der Cronen wegen keinen äi8pu- bürg / Gandersheim :c. vo». seine und ande-
est, sonst aber auch wohl in ehe - fachen rerFürsten kinder/ auch Gräf-und adeache
schon vor einen richter erkannt hätte. Ja/wel- töchrer/richtete schulen auf/und würde mehr ^
ches bißher was unerhörtes war/ so war gechan haben/wenn er nach Rom kommen/und kommt nicht
ch-n il)?e pabst Johannes I-X so glücklich/ daß drei) diedem Teutschen Reiche anhängige Hoheit^'
Ctvnen bey Kayser/>Cudwig der kahle/Cazl der stamm- und regalien im geist - und weltlichen staat/ der
«lnPabste. sejste/ nach und nach die bißher sehr verfallen war / wieder hätte empor
Kaystrliche Crone von ihme annahmen/ und heben können. Sein Herr söhn/ Rapser
daber die clerisey in die weit aussprengte/ die Otto I und grosse/ hatte gleiche macht au K-Ot o ist
P.Hadrian Rapser Mttsten ihren titul und prXrogatlv glück/ das Rönigretch Italien samt den;
m macht vor dem pabst ZU lehn tragen. ttaclrianu8 Rapserthume von neuein gleichsam zu er lrettUus il
!ll schnitte zu der zeit durch seine äscrsra Kay- werben/und mit dem Teutschen Ron ig- bmgeu.
reiche