7/4 Des Europ äischen Herolds erste Haupt-Handlung
^)ie regierungder stadt beruhet auf vier grafinThüringen in seinen erblanden/als im
Bürgernwtstern/ zween8yn6ici8,zwanyig Reiche gültig seyn lassen wollen ;K. Ruprecht
Raths-Herren und etlichen 8ecretzrü8. Die setzte ihnen einen Hochmeister/ nahmens Ifta-
gantze bürgerschafft aber hat bey aäminiüration el/zu heischen/zu straffen/ zu bannen nach Jüdi-
der gemeinen stadt-guter/ und andern wichti- schem rechte; gab ihnen auch cle 62W Nücn-
gen vorfallcnheiten auch sehr viel zu sagen/ und berg A. 1407 am z May das Privilegium in
find ordentlich zwolssbürger/ aus jedwedem besserer form. KayserFriedrichi 1 unddie
kirchspiel drey/ zu beobachtung alle das gemei- itzjge Rom. Kaysirl. Majest. Leopold haben
ne wesen concemirende fachen bestellet; ist die sie des Reiche Rammer knechte benahmet/
fache zu schwer/ so nimmt man die z6 Disco-- die desRöm.Röniges kaminer zu eigen gcge«
noz zu hülste / und wo noch mehrere Wichtigkeit ben/ und ohne mittel derselben/ sonst aber
vbhanden/ die 96 Subäiaconos, deren schluß niemand anders ausser besonderer begnadi-die gantze bürgerftl)asst vormahls genehm ge- gung/ welches zwar schon vor langen zenenhalten. Bißhero aber hat man exempel erle- zur Landes-Fürstlichen Hoheit gezogen worden/det/ da die gantze bürgerschafft / oder wer nur unterworffen seyn und zugehören sollen. Undgewollt / unter der so genannten kröne zusam- obwohl die Zudenfthafft aus der Kayserl. res-mengekommen / umwegen abhelffung der ^rs- dentz-stadt N)ien einige viele jähre wegen ab-vsminum mit einander rath zu pflegen/auch den scheulicher missethaten ausgeschaffet und ban-dagierst öffters hart zu halten/ und ihme ein nisiret gewesen / und auch gegen darbietungund das ander aufeine zeitlang avzutrotzen/dar- einergrossen summa nicht wieder auffgenom-über es dann denen radels-führern öffters übel wen werden wollen/ haben sie sich doch end-gehet. Wobey die Cron Dannemarck ihr lich bey dem vorigen Türcken-kriege durch gros-
Lnteresse auch gegen die Kayserlichen commis. si geld-vorfchüffe wieder einigen verdienst ge-
5iones nach anleimng des Pinnenbergischen macht/ und die reception erworben/obwohl
recelses zu beobachten gewust. nicht ohne schwürigkeit und würcklichen tu-
Vor jähren waren zu dieser claß gehörig mult des gemeinen volcks.die städte/Basil / Vraunschweig/ Hrcmen/ Die mittelbaren glieder und untertha-^^Arfurt/ Göttinnen / Hamburg / Hildes- nen des heil. Reichs sind diejenigen Fürsten/baregiiMheün/ Ingelheim / Lüneburg / Lemgöw/ Grafen/ Herren/Adel und städte/ so ihrc^^'Maxny/ Magdeburg / Munster / prakel/ guter unter andern Churfürsten/ FürstenPaderborn/C^vedlinburg/Rostock/Sund/ und Standen des Reichs haben/und vorTrier/Tul!/Verdun/rvlß>nar/Marburg; derosiiben hof-undland- gerichten stehen nms-welche allesamt in der Nürnbergischen ma- sin: dergleichen sind die Hungarische/ Böh-tr kLl6eA»i467zuflnden / unddiedamahls Mlsche und Schlesische/auch Oesterreichi-zujammen 591 zu roß/ und givköpffezu suß dem sehe Fürsten/ weiche dem Raxserlichen Erg-Reiche stellen müssen. Item A. 149s haben Hause unterthanig sind. Wiewohl/ da esdie folgenden städte Base!/ Bisany/ Co- gemeiner wird/ den Grasin-und Freyherrn-stang / Camerich / Vanyig / Duisburg/ stand anzunehmen / ist kein Churfürst oderGrüningen/ S. Gallen/ Hamburg / Her- Fürst des Reichs/ der nicht Grafen und Her-forden / Raustmanns, Saarbrück / La- ren unter sich oder an seinem Hofe habe / wievant in Frießland/ Mey/ Mühlhausen im denn auch die geringern stände nachfolgen/undElsaß / Nieder - Mesel / prakel / Soest/ die Baronen/ edle Herren/ edle/ von zc. undTüll/ Teuren/ Verdun/ lVartenburg/ Adelstand gar fleißig gesuchet werden/ auchals fteye unmitteldarlich colle^zble städte so gar von denen/welche weder lügend noch -soso goldgülden zum einfachen anschlage zu gnugsames vermögen haben den stand zu füh-dem von denen Reichs - städten bewilligten ren / darwider aber in verschiedenen landen sol-subliäio derer 24600 fi. zahlen müssen ; sie che Verwahrung geschiehet/ daß keiner zu lan-sinb aber zeither in Chur-und fürstliche han- des-versammlungen in dem corpore der Rit-de gerathen/ und den landsäßigen städten pari- terschafft aufgenommen wird/der nicht in einer6cirel wordem hohen civil - oder Militär - charge stehet / oder
Zu denen unmittelbaren Reichs-unter- feine vier ahnen von beyden feiten erweisen
thanen gehörete hiebevor die Iudenschafft. kan.
Denn unter denen Römischen christlichen Sonst ist es an dem / und gehöret zu denen LandM.
Kaysern hatten sie ihre Patriarchen / pri- landes-verfassungen in denen Teutschen Chur-
maeen / 8yne6riz, viele frexheiten und ge- und Fürstenthümern / daß sie ihre Landstän«
richts-zwang. König Oierrtch von Vero- de haben/ geistliche und weltliche an prä-
na hat solche denen Juden zu Genua und laten/ Grafen/Herren/Ritterschafft und
Maxland wieder erneuert/ und Kays Con- städten/ welche in dem Chutfürstenthum
rad i v qab ihnen aus einer Kaysirl. und christ- Sachsen Schrifftsassen genennet werden/
liehen Reichs - pr^rogstiv das Privilegium, daß weil sie aus der regierungs - cantzeley und de-
sie sonderbare knechte der Aaxserl. kam- nen hofgerichlen immecliste ihre auflagen cm-
mer siyn / und ihnen samt weibern und kin- pfangen / oder ihren gerichts-stand allda und
dern wegen ihrer Personen / auch haab und nicht vor denen ämtern haben/ zum unterschied
gücern besonderer schütz und schirm gehalten derAmtsaßen/ welche denen Amtleuten und
werden solte> Das diploma cle A. 12Z4 ist unter-obrigkeitenm prima inttamia unterworsi
zu lesin in H. Leibnitzens tioclice )ur. (Zent. fen sind/ und von denenselben die befehle er-
5.1. ?rocir. n. rt. Kaysir Henrich Vi ll hat auch warten müssen; bey denen Cacholischen wal-
emige gesitze ihnen zu gute publiciret/wiewohl tet diese äitkerentz/ daß deren Prälaten und
fast glaublicher ist/ er habe es mehr als Land- QrdenSleute ihre Vi«cslsno5 in geistlichen sa-