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vom heil. Röm. Reich.
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welches damahts was ungewöhnliches gewe-sen. Sie ist auch vermengter religion/ undhat in dem N)estphä!ischen frledens-instru-mentdie versehung erhalten/ daß sie aus den
terminum criticum A. 1624 rettituixet Worden.
Es ist ein ilZtutumallhier/ oaß/welche crcckto-res ihre verschreibungen nicht haben lassen vondem stadt-schreiber verfertigen/selbige nicht gel-ten/ noch darauff geklagt werden soll. Daswapen ist die lange herab gctheilet und führetzur rechten den halben Reichs-adler im gül-denen felde / zurlincken eine rothe schragrechtsgezogene binde mit zwey silbernen sternen be-gleitet in blauer ftldung.
M. XXlll Weil/im Hertzogthum Wür-
tenberg drcy meilen von Tübingen gelegen/hat von Kays. Friedrichen u die fteyheit er-langet; ist wegen der großen schlacht/ die A.1388 zwischen denen Herren und städten allhiervorgegangen / berühmt/ und sonsten der Rö-misch-Tntholischen religion zugethan.
Wangen. xxiv N)angen/im2llgow anderobemZlrge/ besitzet innerhalb der meile ein sonder-bahres Schwäbisches ftey-und tand-ge-xjchte/ und eine landschafft einer meilen großim umfang/hat einen grossen papier-leinwand-und sensenhandel. Bekennet sich zur Rö-misch- Tatholischen lehre/ und hat im weis-sen felde den schwachen adler / dessen rothesbrust-schildlein den buchstaben ^ zeiget.
2ßnp. xxv Ißny/ebenfals imAlgow/hat erst-lich den Grafen von Veringen/ nachgehendsaber denen l^rb - Truchsesscn von Wald-purg zugehöret / von welchen sie sich A. iz86uin Zvoo pftmd guter Heller ftey gekaufft/und dem Reiche ergeben. Kayser Tarl ivaber hat sie unter keiner, andern bedingungangenommen/als daß sie jährlich in denReichS-Klcurn lOO psund Heller erlegen solle. Ste-het itzo unter Oesterreichisicher prvtc6Iivn.
Ihr leinwand-Handel ist vorzeiten so starckgewesen/ daß jahrlich bey die isovoo güldenWerth davon verkaufst worden. Der Rath/welcher aus neunzehn Personen bestehet/ istEvangelisch/ von der bürgerschafft aber sindihrer viel Tatholisch. Die stadt führet einumgekehrt gülden Hufeisen in einem schildlein/welches dem Reichs - adler auff der brüstliegt.
Wllmddrff. XXVI psllüendorff'/ im Hegorv unweitU>asser-Cell/Hat vor diesem dieGrafen diesesnahmens zuOber-Herren erkannt/ deren letzterGr. Rudolph A. 118o gestorben/und einetochter Btham/ Gr.Adelbercs III zu Hab-spurg gemahiin/gehabt/ welcher Kays. Frie-drich andere iLt-sts^ion gegeben/so daß sie dieväterliche Grafschafft dem Reiche desto ehereinverleiben lasten.
Die stadr lebet in dem Römisch-Tarholi-fthcn glauben/ und hat einen schwachen adlermit einem kleeformigten halben zirckel auffdensiügeln im silbernen felde zum wapen.
Wnwg. xxvii Offenburg in der Mordnau ander Ainyig/soll einen Englischen Ritter 05o.nein zum erbauer haben / gehörete sonst zumHochstifft Straßburg / welches A-tzzo selbi-ge von den Marckgrasen von Vaden/ demsie vom Reich versetzet gewesen / erhandelt.Bisch- Wilhelm zu Straßburg aber über-Erste Haupt - Handlung.
gab sie nebenst andern gittern Kays. Ruprcch-ten/damit er Lhme wider die stadt Straßburghelffen solle.
Die erste zunsse ist allhier die Adelichegefellschafst/ darunter sich auchSchultheiß/
Meister und Rath als obrigkeit befinden- IstRömisch-Tatholjscher religion/ hat zumwapen ein rothes zweythürmichtes stadt-thormit schwachen mauerstrichen und güldenenthüren.
XXVIII Leutkirchen im Algow/ an der LeuMkchm.Eschach/ hat den nahmen von der S. Mar-tins-kirchen/ welche anfangs aSeine auff demorte gestanden/ und darzu das volck allent-halben her zusammen kommen / daß hernacheine stadt gleichsam aller leure kirche erbauetworden.
Sie nehm sich mit dem leinwand-gewerbund ackerbau / hat auch bergwercke in ihremterntorio, welches sie in der land-voigteySchwaben mit besondern privilexiis besitzet.Der Rath bestehet aus zwölffsPersonen/ als2 Bürgermeistern/ 1 richter oder Am-man und neun Raths verwandten. Diestadt ist beyderley religionen zugethan / je-doch ist die Evangelische gemeinde am starck-sten.
xxix Wimpfen/ am Neckar / ist einWimpjfm.uhralter ort / der zur zeit der Römer unter
dem nahmen Cornelia bekandtgewesen/ hatA.
Isz9 und 40 dem Kayserlichen kammer-ge-richte auffenthalt gegeben/und ist durch die A.1622 zwischen dem Genera! Tillp und demMarckgraf von Vaden-Durlach hierbei) ge-haltene schlacht berühmt worden. Der Rathist zwar hier der Evangelischen religion er-geben/ jedoch sind auch viei von der bürger-schafft der Römisch - Tarholischen beyge-tban. Im wapen erscheinet im güldenen feldeein schwacher adler/ der einen silbernen schlüs-se! im schnabel führet.
xxx Weissenburg/ im Nortgow/an Weißemder Alrmühle/ bey welchem fluß man noch dietiefen graben zeiget/ welche Kays. Tar! dergrosse/ um die Rednitz mit der Altmühl zuvereinigen/ und dadurch die communicatioazwischen dem Rhein und der Donau zu erlan-gen/ A. 79z hat machen lassen. Das kloster
der heil. Dreifaltigkeit / welches Kön. Da-goberten als stisster rühmet / hat vormahlsüber die stadt zu befehlen gehabt; als manaber solches in ein priester - coüeZmm verändert/ist die stadt ftey/doch nachgehends an dieNuzg-graftn zu Nürnberg pfandschillingö-weistübergeben/ A. iz6o aber wieder eingelöset wor-den/hat eine Reichs-pflege/ darein diedörffer ^aldorff/ peterbuch / Bieburgund Wengen mit allen regaiien gehören;darzu auch das stadt-richter-amt zu Weis-senburgselbst ex parte des Reichs gehörig zuftyn vorgegeben worden: Hierüber enthieltesich zwischen der stadt und dem HochstiffkEichstädt mißhelligkeit / welche fache abetkraffr des Westphalischen friedens alsoverglichen worden/ daß diese Reichs - pflegewiederum rettttuiret / und der stadt der blut-bann in besagten vier dorffern als Reichs-pfle-^ger (denn das stadtrichcer-amt ist besondersund hat mit dieser Reichs - pflege keme ver-Ddd dd wandt-