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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
362
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Z62,

Des Europäischen Herolds ersteHaupt-Handlung

wurden sieden loMatt. 168z deroHerrnvet- Scholastcrsind die °rdmsr-ämter desHocb-

tern /Hertzog)l!bertoSteglsmund/;um cc>- Stiffts/wozu nicht nur adeliche/sondern aucb

schutor postuUrtt/und erhielten zwey iahr draus andere gelehrte tapffere leute ausgenommen

den würcklichen besitz des Bistthums. Als werden / doch daß sie den Z^dum voÄOfj.

aber S. Churfurstl. Durchl. nach der Hand l'beojvßize erlanget haben müssen/ dergleichen

durch ordentliche wähl das reiche Bistthum auch etlichevon Adel thun/ die nicht viersckildm

Lümcherlangten/mustensie/umdiePaM^^ seyn. ^

conKrmarion hierüber zu erhalten/ dem Bist- Das Grifft ist keinem ^etropolitsno un-^p

thumRegenspurg/ so wohl als demFreysingi- terworffen/sondern/gleich wie Bamberg/ im' StN ^

schen rekßmren/weil aber das Dom - Capitul mediare dem Päbstlichen stuhle untergeben

bey jenem sie den ^ Febr. 169s zum Bischoff So hat es auch seine erb-amrer / und zwar zu

rpottulirte/wurden sievomPabste ex ^neulZN Schencken die Baronen von Pfetten ' n,

esmiühra7fdemv7üusta1i-r Stinqslbeim!'

und Fürstenchümer stehet/das ist oben beyColln Bischoffs resideny ist entweder

und Hildcshem, m'gemerckd Regciispurg mZSischoffschoft oder aufdem<s«issts-l«»- Es soll dieses Hoch<L5>ttffl >n -öaycrn reine

eintzige stadl unter seiner b°unaß!gkm haben / > Stiffts - wapen bestehet in einem ro- W«.

alte stadtlein pechlarn nebst unterschiedenen misch-Catholijch/ausserder ^eichs-stadtRe-

?n« . SMspurg/welchesichzurprotestl^

oior,Luttc»5, probst zu St. Johannis/ und bolpinum und sicherheit gibt

es ersten Msages

Wzehnder

Von

stmct:

mmentz/dem

Iaßau.

Ursvruttg desBistthums.

Jeses Stiffr ist aus den rs-liguien des Ery - Vist-thuins zu Lorch in Oe-sterreich/welches das für-nehmste der vier erstenBayrischen Stiffter gewe-

Erster Vi-schaff.

ftn/erwachstn - von dar ist der Bischöffliche sitznachpaßau.A.6z8 rl-Znzferiret worden / wor-zu K.Pipini inFranckreichGemahlinplectru-disviel beygekragen.

Der erste paßauische Vsschoff ist Er-chcnfried / welcher auch samt etlichen seinennachkommen das p^dicsc eines Ery - Bi-schoffs zu Lorch geführet / weßhalder Bisch.Gerhard mit Ertz-B.^erdlden zu Saltzburgstreitig worden/darüberPabst u er-

und dieser distcrcntz den ausschlag ge-ben müssen/daß der Salyburgische die geist-!iche insscciicin über Wieder - pannonien/Bisch. Gerhard aber den östlichen eheildieser landschafften unter seiner geistli-chen aufsicht behalten/ und also zween Kierro-poNr-zm ftvn soltcn. Nachgehends hat sichzwarB- Christian/ dem man A.99^ den Bi-schoffs-stab anvertrauet/ des Ertz - Bischöfli-

chen axiomstiz entschlagen / das Bistthum zuPaßau aber gleichwohl exsmr, und mithindem Römischen stuhle ohne mittel unter-worffen b!teben;allermassen auch solche imme-distal und befreyung von der Saitzburgifchensubie^lvn durch des Pabsts ausspruch A. 1696aufs neue conlii-m-ret worden.

Kays. Otto ll l hm dieses Hoch-Stifft mitvielen Privilegien und reiben begäbet/ihmemvrckt/ müntz-und zolbgerechtigkeit nebst demblut-bann coM'enret / und sich aller Kayserli-chen ober-botmaßigkeit über die stadt Passauverziehen. Demselben stehet anjetzo für der ^ ^Hochwürdigste/ hochgebohrne Hurst und Emilie,!?!»Herr/ Herr Johann Philipp/ der Römi-P«^sehen kirchen Cardinal von Lambcrg/Vi-MMschoffdes frepen Stjffcs pastau/ des H.Rom. Reichs Hurst/ Graf zu Lamberg/Hrexherr zu "Orteneg und Ortenstein/Ihr. Raxserl. Majest. zu dem allgemei-nen Reichs - coavsmzu Regenspurg l^rin-ci^sl-Lommitlsriu«, welcher den 2s MajiA»1689 an Herrn Sebastiani/ Grafens vonpöttingen stelle dieBischöffliche würde durch

ordentliche wähl empfangen. Seine hohe

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