Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
350
Einzelbild herunterladen
 

Z5» Des Europäischen Hcrolds erste Haupt - Handlung

es ersten Msaezes

Neunter Mnct:

Von

rer KoWrstUm MurM dem

errnNischoffezu Wraßburg.

DesHsch- ^l^LDJesesBistthum istsehralt/ und worauffer seinen vetrerErtz-Bifch-LeopoldstMMr. bezeugen die unterschrifften des Milhelm zum Nachfolger gehabt. An dessenschon mehr besagten concilii zu stelle kam A. 1662 Hr. Zrany Egon/ Fürst zuCölln / daß Amandus/ Bischof Fürstenberg / unter weichem A. 1681 die sursiszu Straßburg/ sich aufdemselbi- Veränderung mit der Reichs-stadt Straßburggen A. z 46 befunden. Diesem haben viel vorgienge/daß selbige in König!. Frantzöischeandere Bischöffe gefolget/biß auff^rbogsüum, gewalt und äjzcretioo verfiele / und nebenstder A. 6so Koriret. Zu denen zeiten/ da Kays, dem vertust vieler Privilegien auch dieses leidenOtto I und il Herrschern/lebteBischofLrcKen. muste/daß der Hr. BischoffdaS Münster einge-da!6uz, welcher aller seiner vorfahren nahmen nommen / und darinnen meße gehalten. Beyund thaten versweise zusammen gefasset, solennem einzug S.allerchristl. Maj. des Köni-Nach ihm soll Bisch. VOerner von Kays, ges von Franckreich/empfieng er selbige an derHeinrich li die ober-herrschafft über die stadt grossen thüre des Münsters mit einer galantenStraßburg erlanget haben/ welches aber Hr. in Frantzöischer spräche abgefasten rede / welcheObrecht in seinem proclromo ttittor. wi- zu Teulsch also lautet:derleget/und beweiset/ daß die gerühmte con- Indem/ 8ire, durch E. Königl.Maj. befor-celbon nur in Überlassung eines eintzigen in der derung ich wieder in dieses Münster / welchesstadt gelegenen klosters bestanden habe/damit die Geistlichkeit der ketzer mir und meinemvon dessen einkommen der Bischöfft. sitz wieder Stiffts-vorfahren so lange zeit gewaltsamerrepariret werden könte. Zu Bisch. UAlheltt?/ weise vorenthalten/ eingesetzet worden/kan icheines gebohrnen Grafens zu Hohenstein/ der nicht umgang nehmen/ gegen Eure Majestät/A. ^29 gestorben/ regierung/ ist in dem Hoch- nach dem exempel des frommen Simeons/ zustifft die Evangelische lehre eingeführet wor- sagen/ daß ich nunmehr gerne in frieden dahinden/ welcher auch nachgehends viel von denen fahren will/und/wenn esGOtt gefallet/die tageDie Capitu- Herren canonici; beygefallen / wie denn zu en- meines lebens gantz freudig und mit viel trostnensich^nimsechzehenden lecu!^beyderley religions- beschließen werde. Diese fürtreffliche kircherheil zur Ev- verwandten / nemlich Römisch-Cathollsche hat Eurer Maj. höchst-glorwürdigsten vorfah-A^lchen Evangelisch - Lutherische cspirulsren ren König Ludwigen und Dagoberten zweif-allhier gewesen / worüber nach absterben fels-frey den grösten antheil ihrer stifft - undBisch. Johannis / gebohrnen Grafen von erhöhung zu dancken ; sintemahl der eine denManderscheid/ A. 1592 viel irrungen der Bi- ersten grundstein zu dem prächtigsten bau gele-schöffiichen wähl halber sich hiebevor ereignet/ get/ der andere aber sie zum Bistthum erha-welche auch endlich gar zum krieg auSgeschla- ben / und reichlich begifftet hat. Mein/ es ge-gen / nachdem die Evangelische sich zur umon, bühret Eurer Majestät dabey noch mehr ehre/tvelche A. 16O8 angegangen/ und A. 1621 und der rühm eines weit preißwürdigern stiss-durch den Aschaffenburgischen reccls erloschen: ters/ indem sie die alte religio» wiederum all-die Catholischen aber sich zur ligs gewendet/ hier gepflantzet und aufgerichtet. Lire, ichund iede mit ihrer kaKion prs-vsliren wollen, wünschte gnugsame beredsiimkeit/ meine undJene/welche man dieVruderhöfischen nen- meines zum theil gegenwärtigen CapitulS übernete/ hat Marckgr. Hans Georg zu Bran- diesem grossen vorthei! / und ruhmseligste zudenburg Iägerndorff; diese aber Hertz. GOttes ehre und E.Maj. unsterblichem lobeCarln zu Lotharingen/ der Röm.kirchen ausschlagende/ und des allerchristlichsten Kö-Cardinalen und Bischoff zu Metz / zum Bi- nigs gottesfurcht gleichsam eigenthümlichever-schoff erkieset; beyde theile wolten recht behal- richtung/ im hertzen und geist geschöpffte freudeten / und solches mit dem schwerdte vielmehr zulänglich entdecken zu können. Mein/eS seh-alsmit der feder behaupten/ zu grosser verwü- let mir an Worten und geschicklichkeit/mich instung des armen landes/biß A.'6O4 Marckgr. dieser spräche zu erklaren/und finde mich dche-Hans George sich mit einer gewissen summa ro allerdings genöthiget/ die unbeschreiblich-geldes abfinden ließe/und Hertz. Carln der be- grosse äevorion, und tausend-fache liebe/wannsitz des Hoch-StifftS/jedoch ohne daß ihm die ichs so nennen darff/ehrerbietung/danckbarkeitcsrbeclrsl - kirche zu Straßburg eingeräumet und dergleick)en empfindungen gegen dero aller-wurde/verbliebe.Ihm luccec!>rteA.i6O7 Ertz- höchste person im hertzen zu behalten; gestaltBisch. Leopold in Oesterreich/ sein etliche jähr ich dann ein weiters nicht zu thun vermag / alsvorhererwehlter coscljuror,welcher sichA.1626 daßE.Vlajest. ich aufrichtigst versichere/ wiein den weltlichen stand begab/ und die Prin- wir nie ermangeln werden / als treue dienerceßin Claudiam von Toscana heyrachete / und gehorsame ummhanen / in eben diesem

Got-