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Des Europäischen Herolds erste Haupt-Handlung
Lrusckiuz denen Bischöffen von Eichstädt bey-leget / daß sie nemlich vor allen andernbischöffen in Teutschland trefflich fried-fertig gewesen / daß sie niemahls die Waffenergriffen/oder einigen krieg und zwistigkeit an-gefangen hätten.
MMN des Uberdiß hat dieses Hochstifft einen sehr an-HochstM. sehnlichen lehnhos/ und wichtige Vasallen vonFürsten und Grasen/ darunter auch das Fürst!.Hauß Sachsen-Gotha/ wegen gewistcr Hen-nebergischer lehnschafften / mit ist. Dabeyman vormahls observiret hat/ daß/od wohlJhro Höchst. Gn. Herr Bisch. Marguard/Jhr.Kays.Maj. oberster (üommiilarluz, bey demReichs-convenc war/ sie dennoch ihre Vasallendie Hertzoge zu Sachsen gnadige Herren ge-nennet. Dergleichen exempel man sonst mehrhat. kydsn. LleÄ.jur.^euci. 8 n- io. sind hältdas Hochstifft dieser hohen lehns-HerrlichkeitErbämter. halber einen Lehn-Probst. So hat es auchseine gewissen erb-amter/ als zu Marschal-len/die Herren Schencken/Baronen und Gra-sen von Castell/ vormahls die Durner/und nochvor denenselben die Ritter von Kuttenheim; zuArbschencken die Ritter von Eybe/ und zuvordie Edlen von Arberg; zu Erb-Truchseßen dievon Leonradt/welche stelle die von Mur sonsten
bekleidet; zu Arb - Rammerern die vonSchaumberg/deren Vorgänger in solcher char-ge die Ritter von Dettingen gewesen.
Die ordentliche Stiffts - resident; ist zu S. Residenz.Wilibaldsburg oder Walpersburg ob derstadt Eichstadt/ deren erbauer Bisch. Berthold/aus dem geschlecht der Burggrafen zu Nürn-berg/so A.izss den Bischoffs-stab anvertrauetbekommen/ gerühmet wird.
Das wapen des Hoch - Stiffts ist ein roch WMoval-schildlein/darinnen ein silberner Bischofs-stab an seinem obern theile erscheinet; der dazugehörige Helm aber trägt ein roch summetküßen und oben drauf die Bischoffs-mühe.Wiewohl auch noch ein Helm wegen des Hoch-Stiffts geführet wird/ welcher aus einer gülde-nen crone einen mit roth bekleideten arm Her-für gehen läst/dessen Hand den silbern Bischofs-stab in die höhe hält. Die helmdecken sindweiß und roth.
Die päbffische religion wird in diesen MM.Hochstifftischen landen/so viel man Nachrichthat / allein geübet / und hat die Eichstädtischekirche zu schutzheiligen S. Richard/S.U)i°libald/ und S. Walpurgen/ von welchen dergelehrte Jesuit viel zeugs geschrie-
ben.
Des ersten Absatzes
Wr Uunct:
Von
Das alterdes Hoch-Stiffts.
Jeses Stifft ist eines der älte-sten in Teutschland / wiewohldessen eigentlicher Ursprungunbekandt. A.Z98 hat jcMusoder l'elllz demselben fürge-ftandcn / und sich au ff dem<üonc,jio zu Cölln/ welches den ArianischenBisch, ^upbratem seiner würde entsetzet/ findenlasten. A.61 o hat K. Dagoberts in Frank-reich Capellan angefangen/ dasderselben zeit sehr zerrüttete Bistthum wiederins aufnehmen zu bringen. Von welchemauch die Bischöfe in einer unzertrenmen reihehergerechnet werden.
. Anietzo besitzet diese ansehnliche kirchen-stelleGn llayme und Reichs'-Fürstenthum der Hochwürdigsteund titul. Fürst und Herr / Herr 'Johann Hugo / Bi-schoff zu Speyer/ des heil. Ronr. ReichsFürst/dessen hochherrliche ankunfft und höchst-rühmlkche etgenschafften oben bey Chur-Triereiniger Massen angeführet worden. S. Chur-und Höchst. Gn. gelangeten dazu A. 1675 nachabgang Bisch. Lotharius Friedrichs ausdem geschlechte Metternich Burscheid / welcherauchCbur-FürstzuMayntzwar/ nachdem siezuvor schon Loucijutor des Hoch-Stiffts gewe-sen.
Dieses Fürstenthum begreifft ein theil vom
eil Wiiadm/ dem
peyer.
d^emetum, und ist fast eben wie dassMlWWormsishe von dem Chur - Fürstenthum StMwPfaltz umringet / nur daß gegen mittag dasMarckgrafl. Badische gebiete ein wenig daranstösset. Es gehören dazu Bruchsal / Appin-gen/ Hersheim/ Hornbach/ Rotenfels/Waiblingen/Waiblstadt / nebst dem dorffeMinderbach/mit welchen örtcrn es von Kays.Henrichen II, Kays.Conraden Ii» Kays Hen-richen in und iv begäbet worden. FernerVeldesheim/ Marientraut/ Meideburg/Rruckenach / Reinhausen/ Reinzabern/
Rodt und Rotenburg / Bisch. Johannesder ?4ste in der ordnung / Gr. Wolframs inCreichgau söhn hat nach absterben seines Wi-dern Lybolds oder Fcisolphs dem Stisstedas schloß Restenberg/Meisterfel/ das ju;tronams zu Steinweiler/und viel andere gu-ter mehr zugewandt. Bisch. Gottfried hatHeimersheim und Rülzheim dem Stiftezugebracht/Bisch. Günther das kloster Maul-brunn gestiffcet/ Bisch. Beringer das einträg-liche jahr-gesälle zu Retsch / Bisch. RupertHindesheim / Bisch. Ulrich hat das schlchBruchsal erbauet/Gr. Diebold das gut An-gelbach verehret. Bisch. Americh hat Uden-heim erkaufft / welches Bisch. Gerhard her-nach auff erhaltene erlaubniß K. Ludwigs iv
mit