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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
332
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ZZ2-

Des Europäischen Herolds erste Haupk-Handlung

Dessen

von dem jure terrironzli oder der Hoheit lasset die der Spanischen Partie zugethanen stim-sich auf die geistliche gerichtbarkeit und den kir- men dadurch verstärket wurden / wie denn/ alschen-sprengelkein sichererschluß machen. Die- man die stadt Bisany A. 1654./umdierelwu-

schirmpflicht^K Ertzstifft war wegen der frexen Graf- tion der stadt Franckenthal in der Psaitz zu be-gegen die Burgund Vormahls dem Könige in fördern, aus des Reichs gewalt zum Spanisch.

sroncke

Spanien schirm-pflichtig/ seither aber / da Burgundischen eigentbum gezogen/ und -,l,cni-

vermittels des Niemwegischen A. 1678 geschlos- ret/der damahlige Ertz-Bischöffliche Gesandte/

senen sriedens die krsncbe Lomcc in der Cron Arnoldus ä'/^gne» in seinem voro die beste und

Franckreich botmaßigkeit kommen/ halt er sich vornehmste summen» beygetragen.dißfals auch dahin/ und ist fast zu befahren/ er Das wapen des Ertz-Stiffts ist ein gülde- WM.

werde sich von dem Römischen Reiche mit der ner ausgebreiteter adler im rochen selbe/ und

zeit gar abreißen ; unterdessen wird das Bi- wird das schild mit der Ertz - Bischöfflicheu

santzische votum im Fürsten - Rath bey der mütze bedecket/ hinter welcher das schwerdt und

Reichs-versammlung doch noch einen weg wie derBisthoffö-stab stecken/die helm-decken sind

den andern ausgerusten. Obwohl der vor- roch und gülden.

mahligen Ertz- Bistböffe cowpsririon bey DiereligionistRomisch-CatholischzzuBi-A^

Reichs-tägen ohne dem dahin nicht angesehen santzaber ist eine Universität/welche A. 1^4 ^

gewesen/daßsie dem Reiche einige förderung vomKays. Ferdinand l kurtz vor seinem tode

und hülste chun möchten ;sondern vielmehr/ daß angerichtet worden.

Mes ersten Absatzes

ritter Uunct:

Von

hrer »oUurstl. MurZlauWM

dem Kerrn Koch und Weutschmeister.

Ursprungdes Teut«

schen Orden.

Jeser Teutsche Orden/ dessen besagten creutzeszu führen/vermehret/undfer»Ritter Marianer und Ieru- ner König Ludwig XI in Franckreich die en-salemiter gencnnet worden / den solches creutzes mit vier lilien bezieret hat.hat seinen Ursprung ums eils- Der erste Ordens-Meister war Henrich Aer or-te jahrhundert genommen/ von von lValdpot. Als nun die Türcken samtA^''einem aus sonderbahrer clevorion zu Jerusa- denen Saracenen das gelobte land wieder ein-

lem wohnenden Teutschen / welcher angesehen/ genommen/ und nebenst andern Christen auch

daß viel seiner landes-leute zu dieser heil, diese Creutz-Ritter vertrieben/sind sie unterih-stadt als pilgrimme reiseten/ zu deren bewir- rem Ordens-Meister Herrmann von SalyaMMn»thung und beqvemligkeit ein Hospital von seinem A. C. 1229 in ihr Vaterland auff Teutschen AA-"vermögen / und darneben eine capelle der boden wieder zurück gezogen / und haben sich m.hell. Jungfrauen Marien zu ehren erbauet, allenthalben ihrer heldenmüthigkeit wegen ei-Als nun viel Ternsche Ritter aus damahls nen solchen rühm erworben/ daß Hertz. Con-gewöhnlicher sonderbahrer andacht ins gelob- rad in Masuren bewogen worden/sich mitteland/ und zu dieser capelle kommen/haben ihnen zualliiren/ und sich ihrer hülste wider diesie auff Unterhaltung armer und geqvetschter ungläubigen Preußen zu gebrauchen,soldaten/ desgleichen zu besserer auffnahme Der Orden fände bey diesem krieges-zuge SwA^und pflege der ankommenden pilgrimme/ die seine convenientz guter maßen/ und eroberte MW.gebaude erweitert / und sich ingesamt vereini- den strich landes von Culm/ und was zwi-get/ dieselben / und deren zugehörungen / auch schen der N)eixel / Mocker und Trebendedie paßagen und zugange wider allen raub gelegenzconjungirte hernach die Waffen fernerund anfalle der barbaren zu beschützen. Zu mit denen Schwerdt-brüdern inLiefland/welchem ende und zu Haltung besserer ordnung welches auch ein besonderer Ritter - Orden AI-'sie eine gewisse brüderschafft unter sich aufge- war / und conguek-rten den gantzen strich und W»richtet/ und einen Meister als ihr oberhaupr er- des preußischen und Lieflandes.wehlet/auch bald darauff ihren Orden durch Darauf richteten beyde Orden unter sich ei-vorbitte Kays. Henrich vi, und seines bruders ne solche Verfassung auf/ krafft derer dieB-kMgutlg Hertz. Friedrichs in Schwaben vom Pabst Schwerdt-brüder mit den Teutschen Ordens-onl -lben. III A.I' ^bestätigen/ und mit fol- Rittern ein corpus conlkrmren/ undderLief-genden wapen von andern unterschieden und landische Ordens - Meister dem Hoch-kentbar machen lassen ; indem sie auff ihren Meister in Preußen auf gewisse maße un-weißen manteln ein schwaryes creuy getra- terwürfflgseynsolte. ^gen/welchem König Johannes zu Jerusalem Das viele kriegs -glück und sehr vortheil-ZA?^?kkillvd güldenes zugeleget/Kays. Friedrichil hafftige progrellen erweckten bey dem Orden Mii».'aber dasselbe mit dem schwaryen Reichs- nicht nur die begierde/noch weiter um sich zuadler im güldenen felde/selbigen in der mitten greiffen/ und die benachbarte lande auch an sich

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