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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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Des Europüifiben Herolds ersteHaupt-Handlung

ments-art zurück zu treten / verglichen sich also und Grubenhagen bekommen / ist das Kühr-einer gewissen art von landes - theilung derge- recht auffgehoben worden,statt/ daß/ wie schon oben berühret Lst/H .Bern- Und künfftig kommen alle diese Lüneburg- MnO...Harb das Heryogthum Lüneburg / H. und Hannoverische lande zu einem Staat desUnivnderHeinrich aber das Heryogthuin Braun- Churfürstenthums/ also zum theil zu der altenschweig bekommen. Die berechtigung über von Kayser Friedrichen Ii angezielten Union,die stadt Braunschweig blieb wegen deren Die justitz und landes - fachen find biß an- RkgleruMunzertheilbarkeit in der gemeinschafft. Die hero in zwo regtecungen / nemkch in demAK-,^Braunschweigischen Fürstlichen lande sind Calenbergischen Furstenthum zu Hannosweit über hundert jähr A. t 50z hernach zwischen allwo auch das ober - hosgm'chte angeleget zH. Henrichen dein Bosen / und H. Erichen und in dem Grubenhagisthen Furstenthum zu' dem altern zu ansang des vorigen seculi wie- Osterode tractiret worden / und wiederum istderum also getheilt/daß dieser das Fürstenthum die regierung zu Zelle besonders. ObaberdieCalenberg/ jener Braunschweig oderWolffen- landschassten kunfftlg zusammen m ein corpuzbüttel vor sich erlangt. Die mehrere theilun- gezogen werden möchten / oder ob jede bey dengen aber in dieser linie abzuwenden / hat H. bisherigen gerichts-mltsv-ien und lehn--HofeHenrich der jüngere oder unruhige das pnmo. verbleiben werden/ stehet zu erwarten. Dar-xemrur - wesen mittels des Anno 15z 5 mit sei- innen haben die ausUniversitaten zum jure /u-üem bruder H. Wilhelmen auf gutbefinden lümaoseo angewehnte vockores dem Hochfürst,der landschafft errichteten Vertrags wieder ein- lichen Hause Lüneburg eine abweichung von jh-geführet/und A.iszs zuioleöo vomK.Carln ren uhralten stammes rechten und landes-artV conärmiren lassen; Hertz, juliu» sein söhn hat an die Hand gegeben/ daß an statt des land,»bli-es hernach A.l sznn einem testameut befestiget/ chen Sachsischen rechtes sie andere/nemlich dieund Kayser Rudolph u A. 1589 conürmixet; gemeine Kayserliche rechte und satzungen einge-dabey es auch also geblieben / biß diese linien führet/ welche/ da sie vomKayserFerdinanden 1

A. !6z4 gantz ausgestorben. Bey der Lüne- A. 1559 conürm ret sind/ nun wohl bleiben wer-burgischen linie/ deren Urheber Hertzog Bern- den/da das üjploms ihnen dahin die verbin-

hard und dessen nach- enckel Hertzog Henrich düng ausgeleget hat. Der proceß aber ist in

der jüngere/bedurffte es keiner theilung/denn es Hertzog Georgens Hof - gerichts und Hertzog

waren wenig Herren. Nach dessen absterben George Wichelms cantzelley- ordnung reg!»,

aber vertheilten doch Hertzog Otto und Hertzog rer. Wegen der berg - jachen aber ist zu

Ernst die lande also/daß dieserIelle/jenerHaar- Clausthal ein besondersgerichle angeordnet,bürg samt darzu geschlagenen amtern/schlossern Der Churfürstliche Hofstaat kan unterMA

und städten bekäme/ doch führete Hertzog Ernst die galantesten von Teutschland gezehlet wer-

die primogeolrur und Zj-snaZe auch ein. Als den/ und ist derselbe mit fürtrefflichen Staats-

aber die Braunschweig-Calenbergssche linie A. und Cwil-Ministris versehen/ welche unter der

1634 ausgegangen/ entstünde darüber streit/ob hochpreißlichen «tlreötivQ S.CHurfl.Durchl.die

des primogeniti Hertz. Henrichs söhn/ Hertz, stires also acimimttriren / daß nicht nur das

Augustus zu Dannenberg / der an jähren jün- niedere Teutschland / fondern der gröste theil

ger; oder obHertzog2iugustus H .Wilhelms von Europa darauff reücxion zu machen

des spsnsgirten söhn/ der n jähr älter war/ weiß.

bey diesem wichtigen anfall der lande völlig Die gewöhnliche resident; ist Hannooer/ NM

iucceckren und das recht der erstgeburt seine woselbst ein schönes und kostbar meublirtes

würckung haben solte. Man vergliche sich schloß. Zu Calenberg aber/ Linsburg und

aber bald A.>zs am 5 Sept. eines cowxossef- Herrnhausen pflegen sich S.Churfl.Durchl.

forii, doch mit ausschließung der Homburg- zu gewissen jahrs-zeiten auch auszuhalten / um

Eberfteinischen güter/welche als ein voraus der sich zu ckvernren.

Zellischen linie gehöreten. Und endlich ist das Dero haupt-wapen-kleinod istzweymahl EvuM^lupt-werck also vertragen worden/ daß Hertz, gespalten und fünffmahl getheilet/ darnebenWolffmbüt- Augustus der stamm-vater der jetzigen Wolf- mit einem mittelschilde und gespaltenem schil-tische lan ,fenbutte!ifchen linie das Hertzogthum Wolf- des-fuß versehen. In dem (1) erscheinen we-bt' ftnbüttel und Grafschafft Blankenburg: Die gen des Heryogthums Braunschweig im/ Wilhelminißche linie aber / H. August der äi- rochen felde zween gehende goldgelbe leopar-Calenbergs- lere / H. Friedrich und Hertz. George das den mit blauen zungen und blau bewehrt/wel-sthe lande. Fürstenthum Calenberg bekommen aus der che K. Richard von Engelland aus seinem eige,Braunschweigischen erbschafft. Hertz. George nen schildeHertz.Heinrich demLöwen seinem ey-übernahm die regierung bald/ob er wohl jün- dam geschencket haben soll. Das (2) zeiget einger an jähren war / aus cellion seiner Herren weisses springendes pferd im rochen felde / wel-drüder/ und verordnete im testameut/ daß fort- ches das alte Nieder - Sachsische oderhin bey der F. Lüneburgischen linien nur zween westphälische von Witekind und Heinrichregierende Henen/als H. Christian Ludwig dem Löwen gebrauchte wapen ist. (z) We-zu Lüneburg-Zell / und H. George Wilhelm gen des Heryogrhums Lüneburg im gülde-zu Calenberg seyn/das zu, oprioms aber künff- ven felde ein blauer zum grimm geschickter lö-tig bey ereignenden fallen dem ältesten bruder we mit roch ausgeschlagener zungen/ rothbe-oder vetter zustehen solle/welches land er kiesen wehrt und mit rochen hertzen oder rosen-blat-wolte: durch den A i 665 auffgerichttten Fürst- tcrn besäet. Ferner in der zweyten ordnungbrüderlichen reccis aber / da Hertzog Johann (4) wegen der Grafschaffl Eberstein / welcheFriedrich die beyden ZürstenthümerCalenberg der letzte innhaber Gr.Otto seinem schwieger-

sohn

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