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stiffteten receß theuer geschehene versprechenzu gemüthe führete/ so erfolgte doch die uner-wartete reloturion, wie Se. Chursürsil.Durch!, sich weder an dem HäUsschen re-ceß noch ihres Herrn vaeers oder ihreeigene zusage verbunden zu seyn achte-ten/als welches solche schlüfse waren / dieein Fürsinach belieben wiederrusien tön-te. Nicht bessern bescheid bekamen derSchwedische Envoye Hr. von Müllern / undder Herren General-Staaten Minister Hr.von Valckenier/ die beyderseits dieses wichti-ge religions-werck nach allen vermögen zu ie-cuvckren von ihren hohen Hrn. Principalen be-fehlichet waren. Indessen ließen sich die Evan-gelischen Reichs-Stände durch sothane bege-gnungen nicht abschrecken ihr heil noch einmahlzu versuchen/übersendeten demnach obermelde-ten Hrn.BaronvonWillig ein neues crecNuv,um Sr.Churfl. Durchs das billigmaßige su-chen der Evangelischen nochmahls zu remontttt-ren; und weil inmittelst nachriG einlieffe/obwürden die leute so gar bey S. Churfürstl.Durch!, anwesenheit in derPfaltzmitgewalt/ja mit schlagen gezwungen vor das Ve^ersbileniederzufallen/ ja auch gantze communen oh-ne seelsorger gelassen/ der Universität Hesel-berg ihr unterhalt nicht gereichet/ und nochviel andere grsv»m»ns mehr von tage zu tageangehäuffet/so stellte man es des Hrn.^Gesand-ten 6excerität anheim/ daß/ woftrne S. Chur-fürstl. Durch!, nicht gemeinet wäre solchen be-drangnißen der armen unterthanen abzuhelf-fen / er derselben endlich hinterbringen solte/Wiedas gantze Evangelische Reichs-corpovoreinen mann zu stehen/ und nicht eher zu ruhenbeschlossen/ biß sie den effect ihres so rechtmäs-sigen begehrenS erlanget. Ehe und bevoraber der letzte Vortrag geschähe / hatte der Hol-ländische Minister schon sein bestes gethan umS. Churfürstl. Durchs auffglimpffliche wegezubringen/ jedoch eben wenig rsulüret; maßenS. Churfürstl. Durchs dieses niemand einrau-meten/daß sie dißfalls in einigem stück ihrem ho-hen worte zu wider gehandelt hätten / vielmehrtäuffe gaben sie ihr mißfallen zu vernehmen / daß sichfruchtlvß ab. auswärtige in diese dinge mischen wölken/ undihr das jn» relormsntli in zweissel zu ziehen sichnicht scheueten. Als nun hierauff offterwchn-ter Hz. Gesandte Sr.Churfürstl. Durchs dasschreiben der Evangelischen Reichs-Stande/worinnen ihre <lubis auff die vorhingegebeneChurfi.antwort enthalten / den 21 Nov. 1659
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überlieffme/ wurde zwar solches gnädig ange-nommen/und Hoffnung zu einer baldigen relo-lurion gemacht / so bald nur S. ChurfürstlicheDurchs zu Düsseldorff wieder anlangen wür-den; allein es verzog sich damit unter immer-anhaltenden und neu - auffschwellenden reli-gions-pressuren/biß zu dem 18 Matt. 1700/ undnachdem solche dergestalt beschassen/ daß manaugenscheinlich spüren kume/wie man sich nurvergeblich bemühete/ und S.CHurfl. Durchsnicht gesonnen sich durch solchen schrifftwechselvon ihrem propo; abwendig machen zu lassen /wurde der Her: Gesandte gemüßiget derselbendie kurtz zuvor angezogene erklärung der pro- 'testirendcn Stände zu entdecken/und sich damitzu beurlauben.
Seit dem nun diese Verrichtung sichsruchtloß zerschlagen / haben der EvangelischenStände Gesandte und Beschaffter zu Megen-fpurg mehr ermeldten religions - zwang zu einReichS-ßf-vsmenangedeyhen lassen/ und umabbelffung desselben bey Kayserl.Maj. und demgesammten Reich beweglichste inltsntz gethan/daraus es endlich dahin kommen / daß eineReichS-äeputsnon zur erörterung der Evange-lischen religionS-ß^vammum überhaupt / ab-sonderlich aber auch derer Pfältzischen vonbeiderseits religions-verwandten niedergesetztwerden sollen. Was nun diese zu 6ecermimrenvor gut befinden würde/dabey solte es bleiben/und haben Ihre Kays Maj. zum voraus sichallergnädigst erkläret/ daß sie alles/ was vor gutbefunden werden würde/ sich auch gefallen las-sen wölken.
Die Universität und schul -Verfassung
anlangend / so ist zu Heselberg vormahlS eine w!"" ^berühmte Academie gewesen / welche man vordie älteste in gantz Teutschland ausgeben wol-len/Massen Pfaltzgr. Rupertus solche A.1Z46gestifftet haben soll. Zu Neusiadt war auchein ansehnlich (Zymnsllum , dessen 5un6atorPfaltzgr. Johann Casimir sich dadurch einennahmen gemacht. Wie es mit der berühm-ten bibliothec/derer blZtz alleine auf ZvOOOcronen settimiret worden/ A. 162.1 hergegangen/ist zur gnüge bekandt/und hat ChurfürstCarlLudwig/ um den Verlust dieses unschätzbarenkleinods in etwas zu repsriren/ zwar eine neuemit grossen kosten angeleget/ welche aber dervorigen keines wegeS beygekommen/ und beyder Frantzöischen Verwüstung grossenschaden erlitten.
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