Oes Europäischen Herolds erste Haupt-Handlung
hen/zu antworten/und sich rechtfertigenzu lassen. Wiewol dißfals Churfursten undFürsten-mäßige/ wie auch auf gewisse massePrälaten/ Grafen/Herren und vom Adel/wel-che dem H. Reiche ohne mittel unterworffen/nicht weniger einige Reichs-städte einen Vorzugfür andern geringem Reichs - Ständen oderpersonen haben/daß auf gewisse art und ort sievor einigen Fürsten/ oder ihres gleichen Stan-den des Reichs/die sie zu austraglichen rich-ten! erkiesen/oder von alters herbracht/ odervor ihren eigenen Rathen und lehn-männern/nicht aber alsofort in erster mllantz und in allenfachen am Rayserl. Hofe oder am kammer-gerichre in klage genommen werden/ oder an-dere dahin ziehen können« Die ausländer ha-ben ehemahl diesen gerichts - zwang undReichs - steuren vor abbrüchig der Landes-Fürstlichen Hoheit/oder wie man einigen/dererman benöthiget gewesen/ flattiret/ andersou-verainität gehalten« Allein sie möchten ihrersorgfalt wohl überhoben seyn/wann sie erwege-ten/ daß die Reichs - Verfassung auf gewissencompzA-ren beruhet/dadurch der Stände ftey.heit so wenig abgehet/ als wenig der ProvintzSeeland von ihrer freyheit entzogen wird/ daßvon ihren urtheilen und abschieden an dashöchste Staats-tribunal appeMret wird. Unddaß vermöge der Utrcchtischen Union eine Pro-vintz/wann sie mit ihrem conrmFem an gemei-nen geldern/volcke/ schiffen :c. säumig ist/ unbe-schadet ihrer souverainität kan exeymret wer-den.
(7) Ist die Landes-Fürst-und herrliche Ho-heit in deme auch gemäßiget / daß ein Reichs-Stand seine Ordnungen und land -geseyedermassen einrichte / damit selbige nichtwider die Reichs -conttitutionez laussen/ son-dern vielmehr denselben relpeÄu des Slam, pu>blici in geist-und weltlichen fachen gemäß undnachfolgig seyn ;wie denn/ was die proceß-undprivat-hänvel anbetrifft/die Stände die machthaben/ ordnungen und gesetze in ihren landenzu machen/ und einige sind so hoch befreyer/ daßwann gleich aufReichs'tägen andere Ordnun-gen gemacht werden/sie doch bey ihren satzun-gen verbleiben / welches/ wie erwehnt/durch dieSachsen-rechte und einesChur - Fürsten zuSachsen prserogariv bestätiget wird/ sonst aberdergleichen landes-proceß-policey-und andereOrdnungen keiner Kayserlichen conlirmscion be-dürffen« Und demnach
(8) Zn vielen landen des Reichs das juzextrem» provocationiz nicht ohne maße/ son-dern nur biß auffeine gewisse summe denStänden.ertheiler ist/ und aber össters dieje-nigen/ so dain Fürstl. und landes-herrlichenregierungen und hof-gerichten sich rechtfer-tigen lassen/ mit solcher gerichte ausspruchnicht zufrieden sind/sondern binnen gewisserzeit an das Kayserl. Cammer-gerichte oderReichs-Hof-Rath sich beruffen / und daselbstnoch einsten über ihre fachen erkennen lassen«Als ist ein Reichs-Stand gehalten / in solchemfall / und da er mit dem privilcgio cie planevon Zppellanclc) nicht versehen wäre / oder dietumms sppellabilis vorhanden / die Zppellatio-ne§ möglichst zu befördern und dem rechte sei-nen freyenund starckenlauffzu lassen/es wä-
ren denn criminal-oder so genannte geistlichefachen/ in welchen keine »ppellsrion an dasCammer - gerichte zugelassen wird. In-gleichen in wechsebund andern üguiöen schul-den/damit durch diesen auffenthalt und miß-brauch des beaekcü die juttitz nicht gehemmetwerde.
(9) Ist die Handhabung der Hoheit und
Vollstreckung der obrigkeitlichen cmstalten/sowohl die zwangsanittelund kriegs-Verfassungdergestalt / wie auch schon oben anzeige gesche-hen/ zu maßigen/daß selbige wider die Kay-ferl« Majest. und das Reich nicht gebrau-chet/ nocssandere Stände des Reichs da-mit beeinträchtiget / angefallen und beleidigetwerden dörfften; vielmehr hat einReichs-Fürstund Stand dahin zu trachten/wie er seine an-spräche und fordetungen mit ordentlichem rech-te suche/ uud seine gewalt also brauche / daßdas gantze Reich in gutem friede und ruhestamde erhalten werden möchte«
Vie abtheiluug derReichs-Stande an-Mereichend/ so werden dieselben ihrem unterschied-KUderliehen stände nach (!) abgesondert in geistliche StAA.und weltliche. Und ist gewiß von denen al-ten eine grosse fürsichtkgkeit darinnen gebrau-chet worden/daß man durch die Reichs-cou.ttlMtiones den geistlichen stand dem weltlichengleich gesetzet hat.
Vie Herren Geistlichen sind funfP Ery-GeiMNischöffe / als Mayng/ Trier / Cölln/Salzburg/ Bisany ; welchen beygefügetwird
Des hohen Meisterthttms m Preußen/Teutsch undwelsch-landen ^ciminittrstor.
Ein und zwanyigBi schösse: alsBam'berg/ Würyburg/ Worms / Eichstädt/Speyer / Straßburg / Costniy / Aug^fpurg/ Hildesheim/ Paderborn / Feeysin-gen/ Regenspurg/ paßau / Trienr/ Nri-yen/ Basel/ Lüttich / Oßnabrück/ Mün-ster/ Lübeck und Cur. Dann eelss fürst-liche Aebte/Pröbste und Prälaten/ alsfulda/ Rempten/ Elwangen/ Murbachund Luders / 'Iohanmtermejster/ Berch-tolsgaden/ Wetssenburg/Prüem/ Sta-blo und Corvey. Ferner
Achtzehn Schwäbische Prataten/Sal-monswejler/ Weingarten / Ochtenhau-sen/Elchingen/ Irsee/Ursberg / Poggen-burg/Münchenrode/Mtnderauoberwei-senau/ Schußenried/ Marchthal/Perers-hausen / Wettenhausen / Ottenbeuren/Awiefisiten/ Gengeubach/ Valley/ Elsaßund Burgund.
Weiter
Ziehen Rheinische Prälaten: alsRei-sersheim/ S. Emeran zu Regenspurg/Valley Coboleny/ ^elmestadtundwer-den/Odenheim/S.Ulrich und Afra inAug-spurg/ Münster in S. Gregorienehal / S.George zu Ißny/S. Cornelii Münster/edles Stiffc Bruchsal.
So dann
Vierzehn Aebtißinnen/ als Essett/ Bu-chau um Feder-see/ Ovedlinburg/ Andlau/Windau / Heervorden / Nieder- Münster/Ober-Münster/beede in Regensburg/Bur-scheid/
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