7«2 Des Europäischen Herolds erste Hüttpt-HaMltng
moLtät in die welt geschrieben/ daß das Ertz- das kriegs - glück sreyli'ch höher auffgesHrnu-Hertzogliche hauß Oesterreich / nachdem es bet/ und Kayser Ferdinands Ii eingerathenzu einer formidablcn macht erwachsen/ und worden/ vermittelst einesEdicts im Römi-den Frantzöischen Staat / der ihme noch al- schen Reiche zu befehlen / daß alle seither deslein das gegen-gewichte zu halten capabel war/ Paßauifchen Vertrags von denen Protestiren-in ziemlicher clecs^ence gesehen/auffsolche con- den eingenommene geistliche gittere an die Ca-gefallen/wie die universal-Monarchie über tholischen rettttuirct werden sotten / welches voralle Staaten von Europa eingeführet/ zu erst das mitte! gehatten wurde/ wodurch man dieaber das Römische Reich Teutscher Nation uncatholischen wieder zur Römischen kirchenmöchte in solche sessel geschlagen werden/ dar- bringen könte. Ob nun das ansehen hierbeyinnen die Spanische und Jtalianische Pro- allein bestanden/ oder ob es noch weiter undvintzien bereits bestricket waren. Diesemnach zwar dahin gangen/wann man mit denenPro-hätte man die religion nur zum pr^rext und als testirenden fertig/ die Catholischen Stände sichein mittel von dem Pabste und andern der hernach desto leichter unter das Spanische jochCatholischen religion verwandten Potenta- würden haben biegen müssen/ solches stellet manten desto ehender beyfal! und hülffe zu erlan- dahin. Dieses ^.1629 publicirte Edict ver-gen / oder zum wenigsten die befürchtete hin- stunden die Proteftirenden fast wie es gcmei-derniste dadurch wegzuräumen gebrauchet. net / und weil der Kayser die Hertzoge zu Mcck-Die wahre ursach aber aller äcsolgaonen lenburg in die acht ecklaret/und seinemGeneral-und Unglücke / so Teutschland von A-1618 an/ Obersten Feld - Herrn / dem Hertzoge vonbiß 1648 empfindlich betroffen / gründet sich Friedland/dero Fürstentümer und zwar cumausser zweifel auss die <ttttcr<.>ntz in der religio»/ ttberk fucuttste cttssonenäi zu lehn und eigen ge-und daher auff becden feiten entstandenes geben/ auch andere gefährlich anscheinendeschweres nußtrauen / wozu hernach bey denen schritte begangen hatte/eesolvirten sie sich auffCatholischen rcligions-eifrigen die prXpcucntz dem Fürsten' tage zu Leipzig zur tapffern ge-des hohen Ertz-Hcrtzoglichen Hauses Oester- gcnwehr/ welche durch beytritt des großmü-reich/ und das im ansang liebkosende kriegs- chigen Königs in Schweden Gustaf Adolphsglückimmer mehr materic/kohlen und zundev (welcher dcn grösten cm^ueramen der weltbeygetragen/und die begierde zu herrschen/oder wo nicht vorzugehen/ doch wenigstens zu psntt -im trüben wasserzu fischen die Reichs-verderb- ciren ist) so ansehnlich verstärcktt wurde/ alsiiche kriegs-flammen vollends aufgeblasen hat. grosse a-ttmcttttät die unimn Stände hattenWas vor Staats-mittel auf beeden feiten ihre religio!? und region biß ausss äuscrjte zuzur vikenh einer oder der andern partey/ und verfechten. Von A.i6zo an/und also in 18 iah-dargegen ersonnene Verwahrungen sind ge- ren bißzumWestphälischen frieden - schlaffebraucht/und mit was hefftigkeit hernach der sind sieben Haupt-Machten/ oder batailles^n.krieg selbst angefangen und fortgeführet wor- gees, vierzehn sehr blutige/ und viel andere klei-den/ davon ist hier zu handein so wenig gelegen- nere treffen von beiderseits theile armeen gc-heit/ als unmöglich es ist/ diese wichtige und auf halten/und wie man es ausrechnet/über z2sooc>vieler ausführung bestehende fache in diesenkur- menschen zeitwährenden Teutfchen kriegs er-tzen begnsszu fassm.Gleichwol ist/so viel die ve?- schlagen worden: Was Hunger und pestilentz/anlassungen belanget/ allhie unangezeigt nicht als der ordinär nachtrab dergleichen kriege/zu lassen/daß die Teutsche Neichs-ruhe ansang- vor eine quantitat menschen aussgeftessen/undltch durch die Truchseßische beymErtz - Stisst in was erschreckliche cieso^tion TeutschlandCölln und dessen behauptung entstandene clitte- darüber verstürtzet worden/ ist fast unbeschreib-rentz / dann durch die strittige Bischöffiiche lich. Kayser Ferdinand n lneinte zwar durch K.fferdi'wähl beymHochstiffte Straßburg/ferner durch den mit Chur - Sachsen A. -6zs getroffenendie Donawertische achts- und Jülichische lttc. Prager - frieden die kriegs-flamme zu dam-cesttvns - fache sehr gekräncket worden. Die psen/ oder zum wenigsten die Schweden wie-gesuchte Unterdrückung der Augspurgischen der ausTeutschland zu treiben; dieweil aber dieConseßions-verwandten / die Union und Liga Protestirende parthie / und zumahl die Cronaber/ wie auch die schädlichen fruchte derselben/ Schweden und deren Alliirte ihr lsctt dabeynemlich der Böhmische auffstand / und die zu nicht fanden/ hatte das Reich davon wenig er-dampffung der allzuhochsteigenden Oestcrrei- leichterung. Vielmehr erholten sich dieSchwe-ckMhen pr-epotentz absonderlich geschmiedete den/zumahl durch die alttantz mit Franckreichbundniße haben die fache vollends zur exa emi- und Hessin/ unter der conNuite und glück Her-tat M'ieben. ^ ^ tzogBernhards zu Sachsen-Weimar/undDlcwell nun die bezahmung der Bohmi- denen Schwedischen Helden/Bannieren/Tor-fchen unruhe und des Königs Friedrichs/wie sten-sohne und Wrangeln/ also sehr / daß sieauch dessen anhangcs / darunter Ernst/ Graf den krieg in dieKaysettichen erblande fouspiclenPeter Ernstens zu Mannsfeld natürlicher konten.
sohn/so dann Hertzog Johann Ernstzu Wei- Darüber starb mehr höchstangeregter Kay-
mar/ Fürst Bethlen Gabor in Siebenbürgen ser A- i6z? und folgere ihnie sein Herr söhn
die fürnehmsten waren / und dem Ertz-Hause Kayser Ferdinand :il, bisheriger Römischer K. Ferdi-
Oesterreich viel schaden gethan/ glücklich ge- König/ welcher die ruhmwürdigste sppttcZtlvn nandm k.e-
schehen/ und der Dänische in Nieder-Sach- und großes glück hatte/Teutschlande und dem N"
sen geführte krieg auff des Kaysers feite vor- gantzenEuropa/welchcs sich bey diesem erbarm-
theilhafftig gnug ausgeschlagen / hergegendie lichen kriege imereßiret hatte/ den ruhestand
gewaltige macht der Marten nach und nach und frieden wieder zu bringen. Denn nach-
zerschmoltzen/sind die Spanische coiMa durch dem beede parthien der kriegs - lasten müde
worden/