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Zunächst bemerken wir, daß der alte Brauch beibehalten ist, wonach sich die Reihenfolgeder Baccalarien nach der Inscription bestimmt, und dabei die spätere Vereidigung nicht in Berück-sichtigung gezogen wird, und daß die Magister stets nach der Zeit, in der sie das Bacealariat erworbenhaben, aufgeführt werden. Wo sich eine Abweichung zeigt, ist stets ein Irrthum des Decans oder einDruckfehler anzunehmen.
Die Länge des Studiums bis zur Erlangung des Baccalariats ist nicht sicher zu berechnen,da die Inscription mit dem Beginn der akademischen Studien in Leipzig nicht zusannnenzufallenbraucht, andernseits wieder viele sich der Prüfung unterwarfen, die längst schon einen bürgerlichenBeruf ergriffen hatten. Wenn insbesondere einige Scholaren erst kurz vor der Baccalariatsprüfungsich vereidigen lassen, so ist es möglich, daß sie bereits vorher in Leipzig akademische Vorlesungengehört haben, doch können sie auch auswärts auf die Prüfung vorbereitet worden sein. Ich habe, woeine spätere Vereidigung bemerkt wird, das Studium in Leipzig stets vom Semester der Vereidigungan gerechnet, diejenigen aber, die in demselben Semester, in dem sie vereidigt wurden, auch eineakademische Würde erlangten, nicht mit in Betracht gezogen. Während die bis zur Baccalariats-prüfuug zurückgelegte Semesterzahl sehr ungewiß bleibt, macht die Angabe der Semester, die derBaccalar gebraucht hat, um Magister zu werden, größeren Anspruch auf Genauigkeit, obwohl auchliier zu bemerken ist, daß mancher erst zur Magisterprüfung schritt, nachdem er vermutlilich schonseit einer Reihe von Semestern die Universität verlassen hatte. Danach haben die Magister, die imW. 1569 ihre Studien zum Abschluß brachten, im Durchschnitt 6 Semester bis zur Baccalariatsprüfungund weitere 6 Semester bis zur Magisterprüfung, also zusammen 6 Jahre, gebraucht. Die Scholaren,die in demselben Semester das Bacealariat gewannen, sahen auf eine Studienzeit von durchschnittlich6'/ 2 Semestern zurück. Sie haben dann nur 2 4 / 7 Semester im Durchschnitt gebraucht, zusammenalso ungefähr 9 Semester oder 4 x / 2 Jahre, um die Magisterwürde davonzutragen.
Die Magister, die im W. 1579 renuncirt wurden, haben bis zum Bacealariat durchschnittlich9 lß /i8i von <l a bis zum Magisterium durchschnittlich 5 1 / 3 , also zusammen über 15 Semester studirt.
Die in demselben Semester graduirteu Baccalarien hatten in Leipzig durchschnittlich 9 7 / 8Semester zugebracht und errangen im Durchschnitt nach 4 Semestern die Magisterwürde.
Von den Magistern, die am 29. Januar 1590 promovirt wurden, sind durchschnittlich 7 18 / 19Semester, um das Bacealariat, und 4 3 / 5 Semester, also zusammen ungefähr 12 Semester, gebrauchtworden, um das Magisterium zu erreichen. Während die Studienzeit des Scholaren bis zum Bacealariatsehr verschieden ist und zwischen 1 und 20 Semestern schwankt, zeigt sich, wie auch sonst, in derStudienzeit des Baccalars bis zum Magisterium eine größere Gleichmäßigkeit: haben doch von25 Baccalarien 8 das Magisterium in 5, und 6 diese Würde in 3 Semestern erreicht.
Die Baccalarien vom 28.März 1590 hatten ein Studium von durchschnittlich 5 9 / 10 Semesternhinter sich und bedurften noch einer Zeit von durchschnittlich 4 4 / n Semestern, zusammen also einerZeit von über 10 Semestern, um die Magisterwürde zu erwerben. Auch hier schwankt die Studien-zeit der Baccalarien sehr erheblich, zwischen 2 und 15 Semestern, doch ist es bemerkenswerth, daßvon 10 Scholaren schon 4 das Ziel in 3 Semestern erreicht haben. Die Studienzeit der Magister vomBacealariat an schwankt zwar auch zwischen 2 und 12 Semestern. Von 11 Baccalarien haben aberfast die Hälfte, nämlich 5, nur zwei Semester bis zum Magisterium gebraucht.
Die Magister vom 27. Januar 1602 erreichten das Bacealariat durchschnittlich nach 5 9 / 25 ,die Magisterwürde durchschnittlich schon nach 3 22 / 37 Semestern. Wieder zeigt es sich auchhier, daß die Länge der Studienzeit bis zum Bacealariat außerordentlich verschieden war. Sieschwankt, wenn wir von denen absehen, die in demselben Semester, in dem sie die Würde des Bacca-lars erwarben, sich erst vereidigen ließen, zwischen 2 und 12 Semestern. Von 37 Baccalarien aber,die zum Magisterium gelangten, brauchte einer 20, vier 7, zwei 6, fünf 4, sieben 3, vierzehn 2 undvier 1 Semester zur Vorbereitung aufs Examen.