XXXIX
sunt 54.391“, zum S. 1593: „A fundata academia numero 59885“, zu W. 1600: „Summa omnium afundatione academiae 63811“, zu W. 1626: „Summa omnium hoc semestri hyberno inscriptionumCCCCXVII, A Fundatione autem Academiae 8O64O“ u. s. f. Wie nicht selten die Zahlen der einzelnenNationalen und der im Semester Inscribirten von der Wirklichkeit abweichen, so sind auch bei derAufstellung der Zahlen, die die Inscriptionen in größeren Zeiträumen erreicht haben, nicht unerheblicheIrrthümer untergelaufen.
Nicht selten wird über die Ueberschrift ein kurzes Geleitwort gesetzt. So lesen wir überden Eintragungen des S. 1610: „In labore fructus“, über denen des W. 1617: „Jehova directore unico “,über denen des W. 1618: „Jehova fautore et directore supremo“, zu denen des W. 1622: ,,-w frech“.
Auch dem Schlüsse der Semestereintragungen wird in der Regel ein Segens- oder Dankes-wort hinzugefügt, wie „ Laus deo “, „Soli Deo laus , honor et gloria seculis infinitis, Amen“, „Laus Deooptimo maximo, Amen“, „Jesu Christo , filio Dei, sit laus, honor et gloria in sempiterna secula, Amen“,„Soli sapienti, vero, uni, iusto et miseidcordi Deo patri, filio et spiritui sancto sit laus, gloria et honorseculis infinitis, Amen“, „Deo aeterno et praepotenti patri, filio et spiritui sancto sit soli laus, honor etgloria saeculis infinitis, Amen“, „M6voi> rqi frech SoSa“, „Qecg zQiaayustc^ Sota eig aiwvag“.
2. Der Name des Inscribirten. Innerhalb der Nation werden der Regel nach angeführtder Vor- und Geschlechtsname des Immatrikulirten, die akademische, geistliche oder staatliche Würde,falls er eine solche besitzt, sein Stand, ferner seine Heimath, die Angabe, ob er vereidigt ist odernicht, zuletzt die Inscriptionsgebühr.
Die Namen erscheinen ohne Rücksicht auf den Satzbau der Semesterüberschrift immer imNominativ.
Für den Vornamen wird in der Regel die latinisirte Form gebraucht. Während bis Endedes 16. Jahrhundert überwiegend nur ein Vorname üblich war, tritt im 17. Jahrhundert allmählichdie Gewohnheit auf, zwei Vornamen zu geben.
Nicht selten haben sich bei den Vornamen Irrthümer eingeschlichen, indem ähnlich lautendeVornamen mit einander verwechselt wurden.
Der Familienname ist zu einer stehenden Bezeichnung der Persönlichkeit gew orden. Daßer ausgelassen oder durch den Namen des Geburtsortes ersetzt wird, daß an seine Stelle der Vor-name oder das Handwerk des Vaters im Genitiv tritt, wie das'im 15. Jahrhundert noch sehr häufigder Fall war, kommt seit der Mitte des 16. Jahrhunderts nicht mehr vor. Auch zeigt sich in derSchreibweise der Namen gegenüber der früheren Nachlässigkeit das Bestreben, sich au eine bestimmteForm zu halten, wenngleich auch noch in den folgenden Jahrhunderten die Namen mancher Familienin der Schreibung erheblichen Schwankungen unterliegen. Häufig wird dem Familiennamen dielateinische Endung ,,-us“ angehängt. Auch Uebersetzung der Namen ins Lateinische sind noch üblich.Vor allem ist dies der Fall, r wo es sich um Namen handelt, die einen Beruf oder einen Stand bezeichnen.Für Becker wird auch Artopaeus, Pistoris oder Pistorius, für Pfeiffer Fistulator, für Fischer Piscator,für Schmidt Faber und Fabricius, für Müller Molitor, für Goldschmidt Aurifaber, für Schneider Sartor,für Köhler Carbonarius, für Bischof Episcopus, für Mönch Monachus gebraucht. Auch bei Thicr-uamen pflegte man sich des lateinischen Namens zu bedienen. Wolf wird zu Lupus, Bock zu Hircus,Adler zu Aquila, Rabe zu Corvinus. Ferner lockten alle deutschen Namen, die ohne Schwierigkeiteine Uebersetzung ins Lateinische oder Griechische zuließen, zu einer Uebertragung in die fremdeSprache. So wurde Zähler zu Arithniaeus, Hofnmnn und Hoffmann zu Aidander oder Auliandcr,Baumgarth und Baumgertner zu Pomarius, Köcher zu Pharetratus, Bräutigam zu Sponsus, Bachmannzu Rivander, Berger zu Montanus, Brückner zu Pontanus, Knoblock zu Allianus, Kisling und Kießlingzu Silicaeus, Baumann zu Agricola, Fleischmann zuSarcander u.s.w. Endlich veranlaßten unpoetischeNamen eine gelehrte Verkleidung. So verwandelte sich ein Lumpe in einen Olympius, ein Sauerbrei