XXVI
E Praga profugas fovet ut duo seda CamoenasLipsia, sic dodos pagat amare virosAlveolos studiis musisque dicata LycaeaPerpetua donet prosperitate Deus.“
Die Semesterüberschrift und die Ueberschriften der Nationen roth.
W. 1G09 Rector Christoph Meurer. In beiden Handschriften gleich. Links auf derRückseite von Bl. 59, die ganze Seite füllend, die Ueberschrift in der Form eines Büchertitels odereiner Inschrift in Renaissancerahmen. Rechts davon auf der Vorderseite von Bl. 60 Meurers Wappen.In goldnem Schild rothe gezinnte Mauer, darauf wachsend schwarzer, rothgeztingter Adler. Auf demgekrönten Helm wachsend, die Figur des Schildes. Die Wappendecken schwarz und gold. Unterdem Wappen, aber nur in B7 a , Cartouche. Darin auf schwarzem Grunde in Goldschrift: „Jubilaeifestivitas solennis celebrata est 18. die Decembris Anno Christi millesimo sexcentesimo nono, Academiaeducentesimo“. An die Cartouche lehnen sich zwei Frauengestalten, rechts Justitia mit Wage undSchwert, links eine Religio mit Kreuz und Kelch. Die Eintragungen in Linienumrahmung, vonSchreiberhand geschrieben, die Nationsüberschriften in zierlich ausgeführten Cartouchen.
S. 1610 Rector Johannes Leonhard Agricola. InB7 a schön ausgeführte Semester-überschrift, in B7 11 einfach. In B7 a auf der Rückseite von Bl. 62 oben: „In labore frudus“. Daruntersitzend, Minerva mit Lanze, die rechte Hand auf einen grünen Schild gestützt. Auf diesem des RectorsWappen. In rotliem Feld, aus grünem Berg wachsend ein Mann in weißem Gewände, einen Federhutauf dem Haupte, in der Hand eine stilisirte Lilie haltend. Auf dem Helm rothe Büffelhörner. Zwischenihnen die Figur des Schildes, die Hörner umfassend. Die Wappendecken roth und silber. Zu Füßender Minerva ein roth eingebundenes Buch mit goldnem Schnitt. Auf dem Buche eine Eule sitzend.Unter dem Bilde in schwarzer Antiqua Kapitale:
„Florida ceu semper cm nunquam pallida Pallas,
Sic fades Phoebis stet Phylirea tuis:
Quin pietas Phoebi florescat et auctus alumnisPalladio crescat Jovafac ardor agro.“
Auf der Vorderseite des Bl. 63 die Semesterüberschrift in Form einer Inschrift in architek-tonischem Rahmen.
W. 1610 Rector Johannes Neldel. In beiden Handschriften sehr einfach, die Eintragungenvom Rector selbst geschrieben.
S. 1611 Rector Conrad Beyer oder Bavarus. In beiden Handschriften sehr einfach. InB7 a unter der Semesterüberschrift poetische Beigabe:
„Dic ego non galeam et speciosa insignia pono,
Qualia pictores fingere saepe solent.
Si licet, at liceat, propria edere carmine facta,
Nempe poeta canit, qualia quisque facit:
Magnifico invideant! mihi dira calumnia cessit,
Atque humili cessit victa tyrannis ope.
Libertas data consiliis: Academia namqueXJnius fuerat pressa furore senis.
Fraus et aperta fuit nimium occultata cibantis,
Addita convictui mensa quaterna fuit.
At tu communem qui vis stabilire salutem,
Strennuus invidiam damnaque disce pati.“
W. 1611 Rector Bartholomäus Göllnitz. Iu beiden Handschriften ganz schmucklos.Die Eintragungen in einer einzigen Columne.