18 Die Berlin-Stettmer Eisenbahn.
dessen feltc Aale hier Mönchsaale genannt werden;es herrscht nämlich die Sage, die schmeerbäuchigenMönche seien in fette Aale verwandelt worden. Dieascanischen Fürsten haben dieses Kloster vorzüglichbegünstigt. Es bestand bis zum Jahre 1A13, woes in eine kurfürstliche Domaine verwandelt wurde.Südwestlich von Chorin, in einem romantischen Thale,liegen die ragöser Mühle, Schleifmühle und Schleuse.Weiter rechts liegt das DorsLichterfelde, das wegenseines Schlosses höchst merkwürdig ist; es ist so gebaut,daß weder zu den drei Stockwerken noch zu den Bö-den im Innern eine Treppe führt, diese befinden sichvielmehr nebst der Eingangsthür in einem Vorbau.Der Sage nach ist Chimarella, der unter Joachim Ii.1Z6V den Bau der Festung Spandau ansing, derGründer dieses Schlosses, das er zum Gefängnisse sei-ner Tochter bestimmt und deshalb so wunderbar ein-gerichtet hatte.
Die Bahn, welche eine kurze Strecke neben derBerlin-Stettiner Chaussee gelaufen, durchschneidet siejetzt bei Serwst, geht sodann zwischen der Chausseeund dem Paarsteiner See durch, läßt das Dorf Schmar-gendorf rechts liegen, durchschneidet die Chaussee nocheinmal und gelangt darauf unmittelbar zur 3ten Sta-tion, in den Bahnhof vor Angermünde; die gutgebaute alte Stadt mit starkem Tabaksban enthält310V Einwohner.
Die Eisenbahn trennt sich jetzt von der Chaussee,welche den Weg nach Schwedt (2^ Meilen von An-germünde) nimmt, macht bei den Dörfern Kerkowund Bruch hagen unweit Greisenberg zwei Bogen,überschreitet sodann das Flußthal der Randow, (zuwelchem Zwecke diesseits und jenseits des Flusses be-deutende Dämme aufgeworfen werden mußten), und bei