46 Die Berlin-Stcttiner Eisenbahn.
gen des Herrn v. Jena zu einem der reizendsten Par-ihien erhoben.
Auf einer Anhöhe, am Fuße der hohen Räuber-berge, nordwestlich vom Alaunhüttenwerke, sind dieRuinen des alten Schlosses der von Uchtcrhagen(s. oben). Von hier aus übersieht man das üppige Oder-thal. Auf einem Fußwege durch herrliche Wiesen gelangtman zu dem bereits genannten Dorfe Falkcnb erg, demMajor v.Jena gehörig, welcherhier auf das sinnreichste diereizendsten Anlage» geschaffen. Eine Viertelmeile vonhier liegt das angenehme Amalien Hof, westlich davonauf dem Wege nach Neustadt-Eberswalde zu, dasPfarrkirchdorf Hohen-Finow mit einem Schlosse.Dicht dabei in einer wild romantischen Gegend, dasKarlswerk mit einer ansehnlichen Drahthütte.
1^ Meile von Freyenwalde in der Nähe desfruchtbaren Odcrbruches, am Fnße etwa 2Nl) Fußhoher Anhöhen, liegt das freundliche StädtchenWriezen mit ungefähr 5266 Einwohnern. Die älte-sten Bewohner der Mark, die Semnonen oder Senno-nen, ein Stamm der Sueven, sollen hier schon zu denZeiten der Römer das sogenannte Vitrion angelegthaben, welches jedoch im 2. Jahrhundert nach Christowieder unterging. Später siedelten sich hier die bar-naver Wenden an, und gründeten das heutige Wriezen;sie wurden jedoch von Albrecht dem Bären 1157 ver-trieben. Anstatt ihrer siedelten sich hier Einwanderervom Rhein, Westphalen und Sachsen an. Wriezenwurde der Hauplplatz für den Fischhandel. Im Jahre1312 crtheilte Ludwig der ältere der Stadt für 3VMark Silber Stadtrechte und Privilegien, unter anderenihre Stadt mit einer Mauer umgeben zu können.Otto der Faule ertheilte 1368 der Stadt mit meh-reren anderen der Mark das Münzrecht. Im Jahre