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Familiengeschichtliches Quellengut aus den Kölner Weiheprotokollen
Entstehung
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den dieselbe verfolgte, nicht mehr in'Frage. (4) An eine irgendwie ge-artete Verwendung dieses Materials war zunächst gar nicht gedacht. Eswäre in diesem Falle allerdings für die Familiengeschichte gänzlich verlorengewesen, da wohl kaum jemals eine neue Bearbeitung der Protokolle, nurunter dem Gesichtspunkte der Familienforschung unfernommen wordenwäre. Die sich immer mehrenden Anfragen von Familienforschern aus fastallen deutschen Gauen in Einzelfällen und das Drängen mancher Interessentenführte schließlich dazu, das vorhandene Material in Form dieses alphabetischenVerzeichnisses in Druck zu geben und so den interessierten Kreisen fürdie Zwecke ihrer Forschung zugänglich zu machen. Von vornehereinwurden alle Angaben, die nur den Namen und den Tag des Empfangesder Tonsur enthalten, was in den ersten Jahrzehnten der Protokollfiihrungdie Regel ist, ausgeschieden. Unter den Angeführten wird sich eineimmerhin verhältnismäßig große Zahl fesfstellen lassen, die doch in geist-lichen Stand verblieben, sei es daß sie später in einen Orden eintrafenoder daß sie in einer anderen Diözese studierten und die höheren Weihenempfingen. In der Art und Weise des Entstehens dieses Verzeichnisseslag es begründet, daß darauf nicht weiter eingegangen wurde, wie auchein bei manchen Namen möglicher familiengeschichtiicher Hinweis überden Rahmen desselben hinausgegangen wäre. Auf eine zuerst geplanteBeigabe eines Verzeichnisses der vorkommenden Orts- und weiblichenFamiliennamen mußte leider verzichtet werden.

Was die Schreibweise der Familiennamen angeht, so ist im Allge-meinen die der Protokolle beibehalten worden; daß dieselbe in manchenFällen wohl von der gebräuchlichen abweicht, manchmal vielleicht direktirrig ist, liegt wohl z. T. daran, daß die Angaben ofi nach dem Diktat deseigentlichen bischöflichen Sekretärs niedergeschrieben wurden, wobei Hör-fehler nicht immer zu vermeiden waren. Erklärend sei noch beigefügf, daßdie in Klammern stehenden Namen die der Elfern bedeuten und das lebteDatum den Tag des Empfanges der Tonsur bezeichnet.

Sollte das Verzeichnis dem einen oder anderen Familienforschereinige Dienste leisten, vielleicht auch hierund da zum Nachforschen anregen,so wäre der Zweck desselben erreicht.

Imgenbroich, den 1. Mai 1929

Joseph janssen

') Mil der Bearbeitung der Weiheprotokolle wird eine solche der175 Bände der Generalvikariatsprotokolle verbunden, die noch nicht ab-geschlossen ist.