nach dem Vornamen geordnet. Die früheren Depositi sind bei ihrer Vereidigung immer von Neuemeingetragen worden. Nachträge über die Vereidigung hat man bei den Deponirten, wie schon obenbemerkt, unterlassen. Dagegen finden sich Vereidigungsbemerke bei denlurati. Es handelte sich dannum solche Studirende, die, weil eidesunmündig, nur ein Gehorsamsversprechen abgelegt hatten, aberohne weiteren Vermerk zu den Iurati gesetzt worden waren.
S. 1677 Rector Johannes Olearius. Ohne jede Ueberschrift. Die Eintragungen sind nachNationen, innerhalb der Nation nach Iurati und Depositi, innerhalb jeder dieser Gruppen chrono-logisch nach dem Tage der Inscription angeordnet.
W. 1677 Rector Michael Heinrich Horn. Wie im vorhergehenden Semester ohneUeberschrift.
S. 1678 Rector Christoph Pfautz. Ohne Somesterüberschrift. Die Eintragungen sindin Depositi und Iurati, innerhalb dieser Gruppen nach Nationen, innerhalb der Nationen alphabetischnach dem Vornamen geordnet.
W. 1678 Rector Gottfried Schilter. Wie im vorhergehenden Semester.
S. 1679 Rector Otto Mencke. Wie im vorhergehenden Semester.
W. 1679 Rector Johann Benedict Carpzov. Wie im vorhergehenden Semester.
S. 1680 Rector Joachim Feiler. Wie im vorhergehenden Semester.
W. 1680 Rector Valentin Alberti. Wie im vorhergehenden Semester.
Mit dem W. 1680 schließen die Eintragungen des Bandes ab. Am Schlüsse findet sich einZusatz, der die geringe Inscriptionsziffer des letzten Semesters, 53, mit dem Ausbruche einer ver-heerenden Krankheit erklärt:
„Tantillum! quo nempe magis iam Dipsica pestisInvaluit, valuit Noster Apollo minus.
Sicut Domino placuit, ita factum est:
Sit nomen Domini benedictum!
Summa Omnmm in hac Matricula inscriptorum 30092 et a fundatione Academiae 110732.“
2. Die Handschrift B9. Die folgenden Eintragungen bis zum S. 1709 finden sich in derMatrikel B 9, die sich nur in einem Exemplar ebenfalls im Universitätsarchiv befindet. Dieser Band,der die Jahre 1681—1720 umfaßt, ist im Gegensatz zu den vorhergehenden Pergamenthandschriften,eine Papierhandschrift. Die Blätter, 42 cm. hoch und 28 cm. breit, sind nicht numerirt. Etwa dervierte The il des ganzen Bandes am Schlüsse ist nicht mehr für Einzeichnungen benutzt worden. Ein-gebunden ist die Matrikel in starke Holzdeckel, die mit reich gepreßtem Pergament überzogen unddurch Messingecken und Messingmittelstücke gegen Abnutzung geschützt sind. Von den beidenSchließen, die der Band besaß, ist eine verloren gegangen. Nach sechs Papierblättern folgen vierPergamentblätter. Auf der Rückseite des zweiten Pergamentblattes ist der Eid, den jedes Mitgliedder Universität zu schwören hatte, in stattlicher Schrift eingetragen. Er lautet:
„Ego N. iuro Primo: me praestiturum obedientiam Vobis Rectori huius semestris et succes-soribus omnibus in rebus, in quibus potero ac debeo praestare. Et me procuraturum ac promoturumBonum Academiae, quantum possum et quantum scio, ad quemcunque statum pervenero.
Secundo: Quod parere velim statutis, quae et condita sunt et posthac legitime condentur,sedulo ac diligenter.
Tertio: Me detestabiles illas et Academiae perniciosas labes Pennalismum, Nationalismumet Conventicula alia, tum Edicto Cassatorio de Anno 1661 aliisque Potentissimorum Saxoniae Elec-torum Rescriptis tum Academiae etiam Statutis severissime interdictas ex animo exeeraturumneque ad eas fovendas, resuscitandas quicquam agendo vel patiendo colluturum, et quem simile quid