An Elisabeth.
Dresden im April :8i3.
Wer fem des Weltmeers bremsendem Wogen-Schaumder Kasialidcn heilige Quelle schöpft,
darf keines Sprudels, der, aus goldncr
Schale geschlürft, nur die Brust verwundet.
Au dürftig Loos bctrogncr Quinten, dichbegehrt ein Herz nicht, das in den Blütenkelchdes Lebens nur der Liebe Sehnsucht
sog und die süße Begier der Dichtkunst.
Komm, die der Reichthum zarter Empfindungen,dcS stillen Werths genügender Stolz erhebt!der Hirtenflur willkommne Wohnung
breite für uns den bescheidnen Tcppich.
Komm, ernster Jugend fromme Gefährtin! komm,nach heißen Tags feindseligem Taumel mmim Freundes-Schoos gekühlter DämmrungFried' in die fodcrndc Brust zu athmcn!
Wo hier die Wcissriz, reich an Forellen, schäumt,erklingt die Lyra steigender Lerchen. Horch!sie klingt der Erd' ein frblich Brautlied,
da sie in Lust sich dem Lenz vermahlt hat.