Mit Thränen laßt den Aschcnkrug uns tranken,
der unsers Traums Vergängliches umschließt,und dann ihn ruhig in die Lethe senken,
die durch das Reich zcrfallncr Plane fließt,um deren Rand ein magisch Angedenken
vcrloschncn Grams auf in Cyprcsfen sprießt.Was gestern war, sei wie ein Klang verflogen!Was morgen wird, mit weisem Ernst erwogen!
So beugt euch dankend an den Wcihaltären
des Hochgefühls, die kein Geschick zerschlägt,daß, unvcrwundet von des Krieges Speeren,
der Heimat Recht euch tief die Brust bewegt,daß auf der Gegenwart erzürnten Meeren
ein Schutzgeist euch durch Welten-Aufruhr trägt,und daß der Sturm, vor dem die Erde zittert,euch nicht schon auch, den Brüdern gleich, zersplittert.
Denn fest an eures Fürstenhauses hohen,
glorreichen Stamm steht ihr im Sturm geschmiegt.Doch in des Danks Gebeten, in der frohen
Begeisterung, die auf gen Himmel fliegt,erinnert euch, ihr Söhne von Heroen,
daß nur die Kraft vcrschworner Eintracht siegt.Der Bürger Haß zerstörte Dido'ö Quadern,nicht feige Flucht von Libyens Geschwadern.