Auch über mein Leben in Alövs muß mir der Thronist gestatte», noch einigeZeilen hinzuzufügen. Die Liebe zur alten cheimat bewog mich, an allen fragen desöffentlichen Lebens reaen dlnteil zu nehmen und an ihrer Lösung tätig mitzuarbeiten.Amine Alitbnrger ehrten mich durch ihre AArhl in den Stadtrat, in den Kreistag, Kreis-ansschnß und schließlich auch in die Handelskammer des Bezirks Brefeld, dem Alörszugeteilt war. Für die Tntwickelnng von Akörs, die infolge der fortschreitenden Aus-schließung der linksrheinischen Kohlenfelder nur eineFrage der Zeit fein konnte, erschienmir die Anlage einer KAifserleitnng und einer Kanalisation zum Rhein von größter Re-dsntnng. Ich habe nicht aufgehört, in IRort und Schrift dafür einzutreten. Als ich Alörsverließ, war die IRasferleitnng nahezu vollendet, und heute ist auch die Kanalisation zumRhein nach unerhörten Schwierigkeiten fertiggestellt. Die vorausgesehene Tntwiekelnng istinzwischen längst zur Tatsache geworden. Durch die Anlage der großen KanielschenKohlenschächte hat sich die Tinwohnerzahl fast verdreifacht. Grund und Roden habenenorm an IRert gewonnen. Akntete ich durch ineine pAäne den Rürgern der Ttadtgroße (Dpser zip so ist es mir andererseits auch gelungen, ihnen eins reichlich fließendeTinnahmegnelle zu sichern. Ich arbeitete eine Denkschrift und Rentabilitätsberechnungzum Trwerb der Gasanstalt ans, die der Tölner lRasserwerksgesellschast gehörte undsich im Anstand großer Vernachlässigung befand. Ans meinen Antrag beschloß dieTtadtverordneten-Rersammlnng den Ankauf, und nahezu sieben Jahre habe ich danndie Direktion der Anstalt ganz allein in der chand behalten; durch rationelle Rewirt-schastnng erhöhte ich die Tin nahmen, mußte in dieser Zeit zweimal vergrößern undverdoppelte, verdreifachte und verfünffachte schließlich den Gewinn. — Die Ttadt verehrtemir bei meinem Tcheiden eine schöne Original-Rronce ans dein pariser Talon „dluivsnu tmnvnil" von II. Ksvnsssuv mit folgender IDidmung:
Alörs, den f. April t9G-kserrii Stadtverordneten Karl Wintzens, hier.
Anläßlich Ihres Rücktritts von der Aerwaltnng der städtischen Gasanstalt, welcheSie seit ihren: Abergange an die Stadt in so selbstloser Weise geleitet haben, fühlenwir uns verpflichtet, Ihnen unseren aufrichtigen und ergebensten Dank abzustatten fürdie langjährige uneigennützige lind überaus erfolgreiche Tätigkeit, welche Sie für dielhebung der Gasanstalt entfaltet haben. Die Anstalt hat unter Ihrer Leitung sich zueinem für das Gemeinwesen unserer Stadt bedeutsamen Faktor entwickelt und wird esdurch die von Ihnen vorbereitete und der Ausführung entgegengebrachte Erweiterung,wie wir überzeugt sind, in steigendem Alaße bleiben.
Als etil kleines Ieichen der dankbaren Gesinnung der Stadt bitteil wir Sie, bei-folgende Widmung gütigst entgegen nehmen zu wollen.
Alit vorzüglicher Lsochachtung
die Stadtverordneten -Aersammlung(folgen die Namen).
I?o