England nnd Frankreich. k87ö übernahm er die technische Direktion über die Küttennnd Gruben des Akärkisch-kvestfälischen Bergwerksvereins zu Letinathe, der nnter seinerLeitung eine vorübergehende Blüteperiode erlebte.
Er vernnglüekte an: 20. Ukärz in dein von ihn: nenangelegten Echachte „Krugvon Nidda" in Zserlohn durch einen einein verbrecheranschlage zugeschriebenen Bturz indie Tiefe, eine an heimtückischer Krankheit darniederliegende kvitwe nnd drei unmündigeKinder zurücklassend. klber seine Persönlichkeit sagt die Trauerrede treffend: „Bei allengemeinnützigen Unternehmungen war er stets der Erste, der mit ganzer Kraft die fürgilt erkannte Bache förderte nnd zum Ziele führte. Utit ganzein Herzen verfolgte erBestrebungen, die mit den großen Aufgaben unserer Zeit im Zusammenhange standen,iiiid bekannt war fein patriotischer Binn, der auch vor dem Kampfe (z. B. gegenSozialdemokratie mit kvort nnd Bchrift) nicht zurückschreckte. Es ging ein idealerZug durch seine Gesinnung, dein sich nichts Gemeines nahen durfte."
Henriette Alarm kvintgens war von heiterem Gemüte, sprühend von Froh-sinn nnd Eumor, und zu lustigen, aber harmlosen streichen aufgelegt, in deren regel-rechter Ausübung ihre Bchwester Atilly ihr stets ein treuer Kamerad war. Die über-lebenden Bchwestern wissen noch heilte von zahllosen „Btückchen" zu erzählen. Dabeifehlte ihr nicht eine große Tiefe des Gemütes und eine schöne, echte Frömmigkeit,die trotz alles schweren, das sie in den späteren Jahren zu kosten bekam, ihrfelsenfestes vertrauen ans eine bessere Zukunft nicht erschüttern konnte. Bei zarten:und sehr der Aufmerksamkeit bedürftigem Organismus von festen: kvillen beseelt,kämpfte sie mutig gegen ihr Unglück, wobei besonders das in hohen: Grade ihr inZorn: einer schönen Btimme zuteil gewordene Erbe der kvintgsnschsn Familie auchnoch ii: den letzten Zähren ihres Lebens sie aufrichten half, ebenso wie ihr gewandtesKlavierspisl sie in die Lage versetzte, auch zu Zeiten, wo sie den früher oft gehabtenKonzertgennß wegen ihrer Gesundheit entbehren mußte, sich an schöner Akusik zu er-bauen. Bie war sparsam und häuslich und hing mit zärtlicher Liebe nnd rührendemAultterstolze an ihren Kindern.
Die erste Ausbildung erhielt sie ii: Alörs, später (l859) war sie in Bonn inder strengen und vornehmen Pension von Zräulein v. Treifelt. Alit dem in: Beptemberl868 stattgefundenen Verlöbnis mit ihren: späteren Alaune, dessen Bekanntschaft siewährend einer Badekur ii: jch-rmout gemacht hatte, begann für sie eine an Glück reicheZeit, das mit erfolgter Eheschließung an Größe und Tiefe nur noch zunahm, je mehrdie Gatten einander erkennen lernten. Bach den: Unglück ihres Alannes, das sie wieeii: Blitz ans heiterem Himmel traf und darniederschmetterte, verließ sie das rauhe,ihrer Gesundheit wenig zuträgliche Klima vom Letmathe und kehrte in die Heimatstadtzurück. Aber noch waren die lvunden über den schmerzlichen Verlust nicht verharscht,