Rarl Alöller-choltkamp besuchte in Düsseldorf die Volksschule bei Lehrer Rruinbach^später die fA'watschule von Gerricke iu Berlin; wegen der Revollüion wurde er f8H8von dort zurückgenommen, kam mit eiuein kltrechter freunde, Thristoffel de Ivilde, ausein Jahr iu die cherrenhuter Anstalt nach Neuwied und von da auss Gpmnasium zuDuisburg, wo er im Jause des Oberlehrers Iulda wohnte und mit dein nachmaligenAlinister Gras Otto von Btolberg-Iveruingerode und chugo Echürinauu aus Lennep(später Kastor in Solingen) befrenrndet wurde, Echon hier interessierte er sich sehr fürdie politischen Ereignisse, und früh war er ein warmer Anhänger Bismarcks, noch ehederselbe die öffentliche Anerkennung gesunden hatte.
Nach dein Grmnasium besuchte er die ^Handelsschule in Antwerpen und dientedann als Einjährig-Freiwilliger bei der Infanterie in Aachen.
Im Jahre f858 kaufte der Dater für ihn das alte Geschäft von kvw. fdeterkvillemseu in Akörs, eine chandweberei in Barchent; dazu gehörte auch eine Iilialsin Nocholt. In demselben Jahre heiratete er am fR Akärz Alathilde Eeiler ausInterlakeir, die bei ihrem Echwager Georg Meis in Aachen wohnte; aber nach kurzerEhe starb sie kinderlos im August f859-
In demselben Jahre wurde er aus kurze Zeit einberufen, f8(R und f866wegen Überfluß an vizeseldwebelu nicht, wohl aber f870; gleich im Juli erhielt erdie Ordre; er gehörte aber zum letzten Jahrgang der Reserve. Als Vizefeldwebel mitOsfiziersdienst und Rang marschierte er von kvesel durch die Eifel nach Eierk, wo erim Traindieust tätig war. Epäter kam er nach Ehiouville, wurde aber schon im Berbstf870 entlassen.
f8O verheiratete sich A'löller-choltkamp, wie schon gesagt, mit Räthe kvintgens.Zlm f6. Eeptember f872 zog er mit seiner Iamilie, die sich inzwischen um ö Rindervermehrt halte, nach Al.-Gladbach, um dort mit mechanischen Ivebstühlen die Barchent-weberei zu betreiben. Eins Zeitlang aber behielt er die chandweberei in Alörs nochbei, weil die Runden der neuen kvebart wenig vertrauen entgegenbrachten. Das ändertesich aber bald, da die mit Akasehinen hergestellte kvare bedeutend gleichmäßiger undschöner ausfiel.
Echem in Akörs trat er der rAadbacher Loge „vorwärts" bei, der er mit großerLiebs und Treue anhing, und oft versicherte er, dort manche der schönsten Etundeuseines Lebens verbracht zu haben; iu den letzten Iahren war er Vorsitzender derselben(sie war inzwischen nach Rhepdt verlegt).
Im Jahre f886 feierte das Ehepaar, damals noch in bester Gesundheit, inmittender Rinder und vieler verwandten und Ireunde in Gladbach in der Erholung dasIsst der silbernen chochzeit. Roch f() Jahre glücklichen Lebens wurden ihnen bsscheert;dann bekam er ein cherzleiden, das er mit großer Geduld und Etandhastigkeit ertrug,