und den mehr nüchternen Brüdern gegenüber mit ihrem innner sprudelnden Humoreine erwünschte Ergänzung des häuslichen Areises. Äe malte und interessierte sichfür alles Gute und schöne in der Melt; wo es galt, Freude zu bereiten, triebe zuüben, da fehlte sie nicht; sie hatte Beziehungen zu den verschiedensten Kenten undMassen; die Indenmission lag ihr sehr am Herze». Am Martinsseste freute es sie,unter dein allgemeinen Gesang des Martiusliedes Aörbe voll Äpfel und Kastanienunter die ans der ganzen Äadt sich sammelnde Jugend zu verteilen; ans den Inselnveranstaltete sie Tritteseste, wobei die Mutter nicht vergaß, der Armen und Arankenzu gedenken; wie denn überhaupt Mutter und Tochter der leidenden Menschheit ei»teilnehmendes Berz entgegenbrachten.
Übrigens war sie etwas unpraktisch, namentlich ans Beisen hatte sie allerleiMißgeschick; die alte Mutter nannte sie, selbst als sie sechzig Jahre alt war, innnernur das Aind.
Aum dauernden schmerz der Mutter starb Milchen vor ihr, am Zs. Augusts8(ck). Aus der Heimreise von Miesbaden erkältete sie sich; daraus trat Geleick-rheumatismus ein, der ihr in 20 Tagen den Tod brachte H.
Mir kehren mit unserer Darstellung zur zweiten Häste der zwanziger Jahre
zurück. Im Jahre s826 wurde die silberne Hochzeit gefeiert. Außer einem tuede
von Boß ist ein anderes erhalten, von dem wir eine Atrophe als bezeichnend für die
Mohltätigkeit der Familie mitteilen:
Heil euch, ihr braven Leut'lWie habt ihr uns erfreutIn Hungersnot:
Im Jahr der großen NotGabt ihr uns Armen Brot;
Der Herr belohn' es euchNoch lange Zeit!
Das böse Bungerjahr war 18 Ic. Aach einer sehr schlechten Trnte imJahre s8s6 stieg der Getreide- und Brotpreis ins Maßlose. Die Mohltätigkeit derFamilie muß also sehr hervorgetreten und empfunden sein, wenn auch damals uach9 Jahren die Trinnernng daran noch so lebhast war.
Indessen wuchsen die Köhlte heran. Heinrich scheint nach dem Besuch derMörser schule in der Beiinat geblieben und ans dem Tomptoir vom Dater angeleitetzu sein. Bebenbei hatte er auch uoch Unterricht, so z. B. bis zu seiner Ausreise imIranzösischeu bei Anebel, der damals trshrer am jA'ogpmnasium war. Daun wurdeer nach Berlin geschickt, um unter Benth, an den er durch Boß bestens empfohlenwar, ans der Gewerbsakademie zu studieren.
') Uach den Berichten von Fran Pastor A. wcgener und Fräulein Tournean.