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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
Seite
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Gattin beim.!) Als dann im Jahre 1804 sein Bruder Friedrich nach Alörs zog,übernabm er das elterliche Raus auf der Gberstraße, das an der Anekseite nach derAiederstraße bin genügend Raum als Lagerhaus bot. llber er war in seinen kauf-männischen Unternehmungen vom Glück nicht begünstigt, auch wohl nicht besondersdazu beanlagt. Aach c. 25 Iahren verkaufte er sein Geschäft an Fr. Turtius undzog naeb Ttolbera bei Aachen. A2as ihn gerade nach Ttolberg geführt und was er dortbetrieben hat, ist wiederum nicht überliefert Aber es scheint, das; er dort in Aergwerks-geschäften tätig gewesen ist. Glücklicher als im geschäftlichen sieben war er langeJahre in der Familie: er war eine sinnige Aatur; innige triebe vereinigte ibn mitseiner schönen zarten Frau und den heranwachsenden Rindern. Aber leider verfolgteihn zuletzt auch iu der Familie das Unglück.' 1828 starb im Alter von 15 Iahrendie jüngste Tochter Ottilie,ein Tnzel von Alädchen", deren Tod TIteru und Geschwistermit ergreifendem schmerz erfüllte. Darauf verfiel die Alutter in eine schwere Rrankheit,in der sie mit ungewöhnlicher Liebe und Sorgfalt von ihrem Alaune gepflegt wurde.Als sie einigermaßen genesen war, ging sie für 10 IDocheu zu ihrer kürzlich ver-heirateten ältesten Tochter Henriette nach Aurback. Dann folgte der Auszug aus derUeimat, der die schmerzliche Trennung von dem jüngsten Tobne Rarl vorausging. Trwurde im April 182c) ^ öen Derwandten nach Alörs gebracht, um dort die ckrbulezu besuchen. Als der jüngste war er der etwas verzogene Liebling der ganzen Familie,der durck sein lebendiges IDeseu viel Fröhlichkeit erregte und lange vermißt wurde,natürlich am ineisten von der Alutter, die zugleich sich um sein Ulohlergehen freilichunnötiger IDeise ckorge machte. Denn er war in Alörs von (Unkel und Tantemit großer Liebe aufgenommen und wie ein eigenes Rind gehalten. Aber, wenn sievon Rar! spräche, heißt es in einem Ariefe, ständen ihr stets Tränen in den Augen.Im Sommer desselben Jahres kam dann der Abschied von Duisburg, der allen sehrschwer wurde. Infolge dieser Gemütsbewegungen fing die Alutter, ohnehin vonzartem Rörperbau, an zu kränkeln. Tie ertrug die Tchicksalsschläge, wie ihr Schwieger-sohn Tsch schrieb, mit Reldenmut. Aber nun kam noch das langsame Rinsiechen ihresältesten Tohnes Gustav hinzu. Tr starb am 5. Januar 1855 mittags an Tchwind-sucht und wurde am 8. desselben Alonats begraben. Tein Tod gab auch derRrast der Alutter den letzten Ttoß. Aald nach ihm, am 27. Januar 1855, 4 Uhrnachmittags, schloß auch sie für immer die Augen, infolge eines Aervenschlags; am1. Februar morgens 8 Uhr, wurde sie in aller Ttille beigesetzt. Das war für denGatten, der mit zärtlicher Liebe sie verehrt und gepflegt hatte, ein unüberwindlicher,unvergeßlicher Tchlag. Ulis tief er selbst von seinen Freunden mitempfunden wurde,

') Das Brautkleid ist von ihren Enkelinnen Anna und Frieda wintgcns dem Duisburger Museum geschenktund wird mit anderen wintgenschen Reliquien in einem besonderen Schranke aufbewahrt.

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