Hunderts war es ein ans dein Bergischen gekommener Kaufmann von Karnap, am Endedesselben der Kaufmann Kirberg ilnd der Oberbürgermeister lvintgens. Eis bilden,wie es in der „Börtschiflahrt" beißt, das Dreigestirn, das der Duisburger Bört zuihrem Glänze verholfen hat. Vis sehr die beiden letzten zu ihrer Zeit die Eeele desUnternehmens bildeten, ersieht man daraus, daß nach ihrem sast gleichzeitigen Aus-scheiden lieben äußeren bsemmnissen Zwietracht und Uneinigkeit den Oersall herbei-sührten. lvährend Kirberg als praktischer Kaufmann die richtigen Alittel und lvegezeigte, wußte der Kofrat mit Klugheit liild Geschick die drohenden Hemmungen undGefahren zu beseitigen und durch Verhandlungen mit den Behörden das Zweckdien-liche herbeizuführen. Mit Ernst oder Kumor, der oft mit einem klassischen Zitat ge-schmückt war, verstand er es, seine An siebt zu vertreten.
Als l cs>2 die Aolldirektion in Emmerich die bis dahin den einheimischenBörtschiffern gewährte Ermäßigung wesentlich beschränken wollte, um ihre eigenenEinnahmen zu erhöhen oder, wie sie sagte, pflichtgemäß das Königliche Interessewahrzunehmen, wies der Oberbürgermeister nach, wie sehr durch die Blüte desDuisburger Kandels die Staatseinnahmen an anderen Etellen erhöht würden, auchwenn die Jolldirektion einen Teil der möglichen Einnahmen fabren ließe. Ziemlichderb schloß er seine Ausführungen mit den Vorteil : Es ist eben die hiesige Kandlungeiner künstlich zusammengesetzten Umschule gleich, die durch Lokalkenntnis Pflege undVartung ebensowohl erhalten und verwahrt als durch Befangenheit oder Anweudungm i ß v e r st andener l? f l i ch t e n oder zweckwidrige Finanzoperationen verllichtetwerden kailn.
Er gewann im Laufe der Zeit auch bei der Landesregierung zu Eleve einsolches Ansehn, daß er in allen Echissahrts- und den ineisten Lsandelsangelegenheitenum eine Äußerung oder ein Gutachten angegangen wurde.
Über seine Stellung in der Bürgerschaft erhalteil wir zufällig aus dem Jahret?O eiil bestimmtes Zeugnis: Ulan hatte damals durch Vermittlung der Regierungeinen zu der Zeit angesehenen Forstmann namens Eismann kommen lasse», nm zu unter-suchen, iil welcher lveise dem durch das Gestüt der wildeil Pferde und die Veide-gerechtigkeit der Bürger und Dorfbewohner verdorbeilen Valde aufgeholfen werdeilkönne. Derselbe schreibt an die Regierung: Ich bin auch bei dem an Gicht krankliegenden Kofrat Viutgens geweseil, um auch desfeil Meinung als erster Bürgermeister,der bei der Bürgerschaft vielen Einfluß hat, darüber einzuziehen.
Daß der weitblickende Mann bei feinen Vorschlägen auch mit der Kurzsichtigkeitder Übrigeil zu kämpfen hatte, ist schon oben erwähnt, wo die Gründung der KolonieNendorf angeführt wurde. Das zeigte sich auch schon im Anfang seiner Tätigkeit,chn Jabre suchte er auf Veranlassung der Regierung eine Art Handelskammer
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