vermögen ^mächst geineinschaftlich. Das väterliche paus an der Südseite der Ober-straß bewohnte wohl nlir der jüngere Sohn, da der ältere in holländischem Dienstestand nnd erst nach der Gebnrt seines zweiten Rindes, k262, denselben verließ lindnach Dnisbnrg zurückkehrte. Die Vermögensverwaltung war nicht schwer. Das Ge-schäft des Daters, die kveberei, war mit seiilem Tode eingegangen. Da zn dein be-triebe damals kein großes Fabrikgebäude gehörte lind die kveber meist ans eigenenStühlen nnd im eigenen banse arbeiteten, so war es weder schwierig, noch mit großenVerlusten verbunden, ein solches Geschäft auszulösen; und das mußte geschehen, daniemand da war, der die mit demselben verbundenen, unvermeidlichen Reisen über-nehmen konnte. Jedenfalls aber versichert der posrat amtlich, k?73, k778 und sc83,daß er außer dem Bürgermeisteramt keine Bedienung (Amt), noch Tharakter undGewerbe habe oder gehabt Habs. Die Vermögens-Verwaltung also bestand im wesent-lichen in der Tinzichnng und Unterbringung der Zinsen und Mächte. / kvas er injener Zeit sonst noch getrieben hat, ist nicht bekannt, kvir vernehmen nur, daß erbereits im perbst des Zahres ^757 den Tharakter als königl. preußischer posratbesaß. Dieser Titel wurde damals den wohlhabenden Bürgern ') gern verliehen, umsie an Preußen zn fesseln. Tr war nicht gerade schwer zu erhalten; als posrat R'yen-deeker von seiner Stellung im Duisburger Rate zurücktrat, erbat er für seinen Schwieger-sohn, deii Znrisdiktionsrichter kveinhagen in Voerde, die 3. Bürgermeisterstelle inDuisburg nnd den Posratstitel. Trsteres wurde abgeschlagen, weil nach einem DekretFriedrichs des Großen von t73t in Duisburg künftig nur zwei Bürgermeister seinsollten; in Bezug ans den zweiten Punkt lautete die Antwort: kvill er den posrats-Tharakter erbitten, so müssen wenigstens 200 rr zur Thargenkasse und OU rr zurTtempelkasse offeriert werden, kveinhagen ließ sich jedoch nicht so leicht abschrecken;er versuchte es mit dem Anerbieten von 80 rr zur Chargen- und 20 rr zur Tteinpel-kasse, aber damit hatte er doch kein Glück. — posrat wird peinrich lvintgenszuerst in den Thepakten genannt, die am 3s. Oktober scöc „zwischen ihm und derehr- nnd tugendhaften Znngser Anna Gertrud Geyer, perrn Johann Geyer, vornehmenRansmann der Stadt Aachen, und Zrauen Diana Tlisabeth schleich er ehelich gezieltenTochter/' geschlossen wurden. Ts war dieselbe Zamilie, aus der seines Vaters erste Zraustammte. Die Brartt war am 8. Zum s?3ü geboren. Tie brachte einen Brautschatz von3000 rr jeden zu „34 innvlr nix" durch Schenkung des Vaters mit in die The. ->)
Die Brüder hatten von ihrem Vater her eine Hypothek von soo rr auf dem Hause Bberstraße Nr. >o>stehen. Der Besitzer wurde insolvent, nnd sie mutzten, um ihre Hypothek zu retten, das Haus kaufen;sie verkauften es später wieder an den Posthalter Tcdden, der es zum Gasthof zur Arone einrichtete; indiesem Gasthause hat Goethe November gewohnt.
-) Für woblhabcnd galt der, welcher >0000 rr im vermögen hatte; die Ainder eines solchen waren vom Mili-tärdienste befreit. Friedrich der Große hob die gewaltsame Aushebung nnd Werbung in den westlichen Provin-zen im Jahre gänzlich auf; seitdem dienten ans diesen Gegenden im preußischen Heere nur Freiwillige.Der Vertrag ist im Besitz der Gebrüder wintaens.
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